Adidas Aktie: Analysten-Schock trifft Triumph
Die Bank of America macht dem Sportartikelriesen einen Strich durch die Rechnung: Gleich zwei Stufen geht es nach unten, das Kursziel sinkt auf 160 Euro. Die These der Analysten wiegt schwer – der 20-jährige Sneaker-Boom könnte am Ende sein. Doch während die Wall Street das Wachstum beerdigt, feiert Adidas ausgerechnet in den USA einen spektakulären Marketing-Sieg über Erzrivalen Nike.
Die wichtigsten Fakten:
- Bank of America stuft von "Buy" auf "Underperform" ab
- Kursziel auf 160 Euro gekappt
- Viraler Marketing-Coup gegen Nike im College-Sport
- Adidas garantiert Champion der US-College-Saison 2026
Analysten sehen das Ende des Sneaker-Zyklus
Analyst Thierry Cota von der Bank of America liefert eine klare Diagnose: Der sogenannte "Casualization"-Trend – also die gesellschaftliche Akzeptanz von Sportschuhen im Alltag – habe seinen Höhepunkt überschritten. Nach zwei Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums sei die Luft nun raus.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Sneaker machen mittlerweile rund 60 Prozent des US-Schuhmarktes aus, hochgerechnet von unter 25 Prozent zu Beginn des Trends. Die Bank prognostiziert ein Absinken des organischen Umsatzwachstums in den einstelligen Bereich. Hinzu kommt der Druck durch schnell wachsende Nischenanbieter wie On Holding und Asics, die den Platzhirschen Marktanteile abjagen.
Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Die Aktie, die im vergangenen Jahr bereits knapp 30 Prozent verloren hatte, geriet nach der Veröffentlichung unter Druck und testete zeitweise die 158-Euro-Marke.
"Just did it" – Adidas verhöhnt Nike
Während die Analysten skeptisch bleiben, gelang dem Konzern am Wochenende ein PR-Coup mit Symbolkraft. Im Halbfinale der US-College-Playoffs deklassierten die von Adidas ausgestatteten Indiana Hoosiers das Nike-Flaggschiff Oregon Ducks mit 56:22. Die Antwort von Adidas auf Twitter: "Just did it" – eine direkte Verhöhnung von Nikes legendärem Slogan.
Die Bedeutung dieses Sieges geht über den Sport hinaus. Oregon wird massiv von Nike-Gründer Phil Knight gefördert und gilt als Aushängeschild der Marke im College-Sport. Im kommenden Championship Game am 19. Januar trifft Indiana nun auf Miami – beide Teams bei Adidas unter Vertrag. Der Titel in der wichtigsten College-Saison geht damit garantiert nach Herzogenaurach.
Der virale Erfolg zeigt, dass die Marke bei der jungen Zielgruppe trotz struktureller Wachstumssorgen weiterhin hohe Relevanz besitzt. Gerade im US-Markt, wo Adidas traditionell schwächer aufgestellt ist als Nike, verschafft dieser Moment wichtige Sichtbarkeit.
Kursziel gegen Markenstärke
Die Adidas-Aktie kämpft derzeit mit widersprüchlichen Signalen. Charttechnisch zeigt sich leichte Stabilisierung oberhalb der 160-Euro-Marke, doch die fundamentale Neubewertung durch die Bank of America hängt wie ein Damoklesschwert über dem Kurs. Am 19. Januar folgt mit dem Championship Game ein weiterer Marketing-Höhepunkt – ob dieser ausreicht, um die strukturellen Wachstumssorgen der Analysten zu entkräften, bleibt abzuwarten.
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