ABO Energy Aktie: Sanierungswoche
Der Windpark-Projektierer ABO Energy steht vor einer Bewährungsprobe: Vom 10. bis 12. Februar müssen die Anleihegläubiger über das Sanierungskonzept abstimmen. Das Wiesbadener Unternehmen schreibt erstmals in seiner fast 30-jährigen Geschichte rote Zahlen – der erwartete Jahresfehlbetrag 2025 liegt bei rund 170 Millionen Euro. Die Aktie hat massiv an Wert verloren.
Stillhaltevereinbarung schafft Zeit
Am 23. Januar sicherte sich ABO Energy einen Handlungsspielraum: Die Gläubiger wesentlicher Finanzierungen – darunter Konsortialkredit-, Schuldscheindarlehen und bilaterale Kreditverträge – verzichten während der Verhandlungsphase darauf, Rechte aus potenziellen Kündigungsgründen geltend zu machen. Ein Sanierungsgutachten soll Anfang Februar im Entwurf vorliegen.
Parallel läuft am 5. Februar eine digitale Informationsveranstaltung für Anleihegläubiger. Diese sollen unter anderem auf die Negativverpflichtungsklausel verzichten – nötig, um Sicherheiten für Zwischenfinanzierungen laufender Projekte stellen zu können.
Überzeichnete Auktionen belasten Ergebnis
Die Geschäftsführung korrigierte die Jahresprognose zweimal drastisch nach unten. Ursprünglich geplante Rechteverkäufe von Wind- und Batterieprojekten in Deutschland verschoben sich, Entwicklungsleistungen wurden verzögert abgerechnet. Die Konzerngesamtleistung wird voraussichtlich bei etwa 230 Millionen Euro liegen.
Hauptproblem: Bei den Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland kam es 2025 zu erheblichen Überzeichnungen. In der August-Ausschreibung überstieg das Projektangebot mit 5,7 Gigawatt das ausgeschriebene Volumen von 3,5 Gigawatt deutlich. Die Folge: deutlich reduzierte Einspeisevergütungen und Sonderabschreibungen von etwa 35 Millionen Euro.
Auch international belasteten negative Entwicklungen in Spanien, Finnland, Griechenland und Ungarn das Ergebnis.
Operative Geschäfte laufen weiter
Trotz Restrukturierung bleibt ABO Energy operativ aktiv. Ende Januar verkaufte das Unternehmen drei Solarprojekte in Frankreich mit zusammen 85 MWp. Mit dem polnischen Energiekonzern Orlen unterzeichnete ABO Energy ein Memorandum zur Wasserstoffversorgung Polens.
Die Projektpipeline umfasst weiterhin rund 30 Gigawatt an Wind-, Solar- und Batterieprojekten – mehr als ein Drittel davon in Deutschland und Frankreich. Die nächsten Tage entscheiden, ob sich das Unternehmen stabilisieren kann. Die Abstimmung der Anleihegläubiger wird zeigen, ob die Gläubiger dem Sanierungskonzept Vertrauen schenken.
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