Heidelberger Druck Aktie: Auftragssorgen
Heidelberger Druckmaschinen liefert operativ spürbar bessere Zahlen – und rutscht trotzdem ab. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in der Pipeline: Die Auftragseingänge sind deutlich zurückgegangen. Kann das Unternehmen den Turnaround halten, wenn das Neugeschäft schwächer wird?
Stärkere Marge, wieder schwarze Zahlen
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (April bis Dezember 2025) hat Heidelberger Druckmaschinen den Umsatz gesteigert und die Profitabilität klar verbessert. Besonders auffällig: Der Sprung zurück in die Gewinnzone.
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Wichtige Punkte aus dem Bericht:
- Umsatz: 1,602 Mrd. Euro (+6,1%)
- Bereinigtes EBITDA: 114 Mio. Euro (Marge 7,1%, nach 5,7%)
- Nettoergebnis: +17 Mio. Euro (nach -42 Mio. Euro)
- Auftragseingang: 1,628 Mrd. Euro (nach 1,823 Mrd. Euro)
- Free Cash Flow: -81 Mio. Euro (nach -97 Mio. Euro)
Unterm Strich: Die operative Entwicklung wirkt stabiler, die Ertragskraft hat sichtbar angezogen.
Warum die Aktie trotzdem fällt
Die Börse hat sich am Donnerstag vor allem am rückläufigen Auftragseingang gestoßen. Denn weniger Bestellungen heute können die Umsätze von morgen ausbremsen – selbst wenn die aktuelle Ergebnisqualität besser aussieht.
Passend dazu bleibt die Kurslage angeschlagen: Mit 1,65 Euro notiert die Aktie nicht nur rund -10,59% unter dem Niveau vor einer Woche, sondern auch klar unter wichtigen Durchschnittswerten (z. B. -15,59% unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,96 Euro). Der RSI von 37,4 unterstreicht, dass der Titel zuletzt eher auf der schwächeren Seite unterwegs war.
Finanzierung bis 2030 verlängert – Ausblick bleibt stehen
Parallel zu den Zahlen meldete das Unternehmen eine neu geordnete Finanzierung: Ein Kreditrahmen wurde durch einen syndizierten Kredit über 436 Mio. Euro ersetzt, mit Laufzeit bis 2030. Das verschafft Planungssicherheit.
Trotz der abgekühlten Auftragslage hält der Vorstand an der Prognose für 2025/26 fest:
- Umsatz: rund 2,35 Mrd. Euro
- Bereinigte EBITDA-Marge: am unteren Ende der Spanne von bis zu 8%
CEO Jürgen Otto verwies zudem auf Belastungen am Standort Deutschland (u. a. Arbeits- und Energiekosten sowie Bürokratie), bestätigte aber die strategische Stoßrichtung: Heidelberger Druckmaschinen will sich über den klassischen Druck hinaus in Felder wie Verteidigung, Sicherheit und Energietechnologie erweitern.
Damit bleibt die Lage zweigeteilt: Bessere Profitabilität und gesicherte Finanzierung auf der einen Seite – ein spürbarer Rückgang im Auftragseingang als Belastungsfaktor auf der anderen.
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