Plug Power Aktie: Kritische Abstimmung
Licht und Schatten liegen bei Plug Power aktuell nah beieinander. Während das Unternehmen in Rotterdam einen operativen Meilenstein meldet, richtet sich der Blick der Anleger heute nervös auf eine außerordentliche Hauptversammlung. Es geht um nicht weniger als die finanzielle Handlungsfähigkeit des Wasserstoff-Spezialisten – und das inmitten juristischer Störfeuer.
Kampf um finanzielle Flexibilität
Heute um 10:00 Uhr US-Ostküstenzeit (16:00 Uhr MEZ) nimmt Plug Power einen erneuten Anlauf für seine außerordentliche Hauptversammlung. Das Treffen musste zuvor vertagt werden, da für bestimmte Vorschläge zur Änderung der Unternehmenssatzung nicht die erforderliche Mehrheit der ausstehenden Aktien erreicht wurde.
Marktbeobachter stufen diese Abstimmung als entscheidend ein. Im Kern geht es um die Erhöhung der Anzahl der genehmigten Aktien ("authorized shares"). Ein solcher Schritt dient Unternehmen üblicherweise als Vorbereitung für künftige Kapitalerhöhungen. Angesichts des kapitalintensiven Geschäftsmodells und des aktuellen Liquiditätsbedarfs gilt die Zustimmung der Aktionäre als essenziell, damit das Management finanziellen Spielraum behält.
Operativer Erfolg in Europa
Unmittelbar vor dem kritischen Treffen konnte Plug Power zumindest operativ punkten. Am gestrigen Mittwoch vermeldete das Unternehmen die erfolgreiche erste Befüllung der "Hynetwork"-Pipeline im niederländischen Rotterdam.
Dabei lieferte Plug Power 32 Tonnen zertifizierten grünen Wasserstoff an die Anlage einer Gasunie-Tochtergesellschaft. Das Projekt verbindet den Hafen mit industriellen Abnehmern und demonstriert die technische Fähigkeit des Konzerns, große Infrastrukturprojekte in Europa zu unterstützen. Diese Nachricht steht jedoch im starken Kontrast zur Stimmung an der Börse, wo die Aktie auf Wochensicht rund 12 Prozent an Wert verlor und bei etwa 2,05 US-Dollar notiert.
Juristischer Gegenwind nimmt zu
Die Zurückhaltung der Investoren hat konkrete Gründe, die über die reine Kapitalbeschaffung hinausgehen. Ebenfalls am Mittwoch reichte die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP eine Sammelklage gegen das Unternehmen und bestimmte Führungskräfte ein.
Der Vorwurf lautet auf Wertpapierbetrug im Zusammenhang mit Aussagen über die Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) und Baupläne. Hintergrund ist die Entscheidung des Unternehmens vom November 2025, Aktivitäten unter dem DOE-Kreditprogramm auszusetzen. Dieser Schritt hatte das Marktvertrauen im letzten Quartal bereits massiv belastet und wirkt nun juristisch nach.
Blick auf die Zahlen im März
Kurzfristig hängt die weitere Kursentwicklung vom Ausgang der heutigen Abstimmung ab, da diese über den Zugang zu den Aktienmärkten als Finanzierungsquelle entscheidet. Der nächste fundamentale Prüfstein folgt Anfang März 2026 mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vierte Quartal. Anleger werden hierbei primär auf die "Cash Burn"-Rate und Fortschritte beim Kostensenkungsprogramm "Project Quantum Leap" achten.
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