Ripple gibt am heutigen 1. Februar 2026 planmäßig 1 Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto frei – die zweite monatliche Freigabe dieses Jahres. Parallel dazu durchläuft das XRP Ledger die umfangreichsten technischen Upgrades seit Jahren. Die Kombination aus regulatorischer Klarheit nach dem SEC-Vergleich und dem Ausbau der DeFi-Funktionen markiert eine Weichenstellung für das Netzwerk.

Die monatliche Routine mit Milliardenvolumen

Die 1-Milliarde-XRP-Freigabe folgt einem Mechanismus, den Ripple 2017 eingeführt hat. Damals sperrte das Unternehmen 55 Milliarden Token in Verträgen, die am ersten Tag jedes Monats 1 Milliarde XRP freigeben. Historisch fließen davon etwa 200 bis 300 Millionen Token tatsächlich in den Umlauf – den Rest sperrt Ripple erneut.

Die Freigabe selbst ist Routine. Entscheidend ist, welcher Anteil diesmal im Markt verbleibt. Bei rund 60,85 Milliarden XRP im Umlauf entsprechen 300 Millionen freigegebene Token einem Angebotszuwachs von etwa 0,5 Prozent.

Protokoll-Upgrade erweitert DeFi-Funktionen

Am 28. Januar 2026 veröffentlichte die XRP Ledger Foundation Version 3.1.0. Das Update bringt drei wesentliche Neuerungen:

  • Single Asset Vaults: Ermöglichen die Bündelung einzelner Assets für Kreditprotokolle
  • Lending Protocol: Schafft die Basis für unbesicherte Festzeitkredite auf dem XRP Ledger über Kreditvermittler
  • fixBatchInnerSigs: Behebt einen Fehler bei Batch-Transaktionssignaturen

Ripple-Entwickler Mayukha Vadari forderte am 30. Januar Entwickler auf, die Änderungen vor der Aktivierung im Devnet zu testen. Mehrere Amendments stehen kurz vor der Aktivierung:

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Das Token Escrow Amendment soll am 12. Februar 2026 live gehen und die Treuhandfunktion auf IOUs und Multi-Purpose Tokens ausweiten. Das Permissioned Domains Amendment hat bereits eine Mehrheit erreicht – Aktivierung binnen vier Tagen erwartet.

Regulatorischer Status: Klarheit mit Fragezeichen

Der SEC-Rechtsstreit endete im August 2025, als beide Seiten ihre Berufungen zurückzogen. Die von Richterin Analisa Torres verhängte Strafe von 125 Millionen Dollar blieb bestehen – deutlich unter den ursprünglich geforderten 2 Milliarden Dollar.

Der CLARITY Act, der XRP explizit als Nicht-Wertpapier klassifizieren würde, stockt jedoch. Am 15. Januar 2026 zog Coinbase-CEO Brian Armstrong seine Unterstützung zurück – Kritikpunkte: Verbote tokenisierter Aktien, DeFi-Beschränkungen und Einschränkungen bei Zinszahlungen auf Stablecoins. Über 130 Änderungsanträge liegen vor, die Abstimmung im Bankenausschuss wurde verschoben.

Parallel erhielt Ripple im Dezember 2025 eine bedingte Genehmigung der OCC für eine Banklizenz – ein Novum für ein Krypto-Unternehmen. Die Ripple National Trust Bank soll Reserven für den RLUSD-Stablecoin verwalten, der binnen eines Jahres die Marke von 1 Milliarde Dollar Marktkapitalisierung überschritten hat. Ein Antrag auf ein Federal-Reserve-Masterkonto für direkten Zugang zu FedWire und FedNow läuft.

Was die nächsten Wochen bringen

XRP steht mit rund 60 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung auf Rang fünf der Kryptowährungen. Die Ende 2025 gestarteten Spot-ETFs verzeichneten in den ersten 50 Handelstagen Zuflüsse von über 1,3 Milliarden Dollar.

Die Token Escrow-Aktivierung am 12. Februar könnte die DeFi-Nutzung des Ledgers beschleunigen. Entscheidender für die mittelfristige Entwicklung dürfte allerdings sein, ob der CLARITY Act die politischen Hürden nimmt – und wie viel der heutigen Milliarden-Freigabe tatsächlich im Umlauf verbleibt.

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