Alibaba Aktie: Erneute Verluste?
Peking greift ein — und Alibaba-Aktionäre atmen kurz auf. Nachdem staatliche Medien ein Ende des Preiskampfs im chinesischen Liefergeschäft gefordert haben, zog die Aktie zeitweise um mehr als sechs Prozent an. Doch Analysten senken gleichzeitig ihre Kursziele, und die jüngsten Quartalszahlen zeigen, wie teuer der Wettbewerb geworden ist.
Der Preiskampf und seine Folgen
Der Auslöser des Kursanstiegs war ein Kommentar staatlicher Medien mit dem Titel „Der Lieferkrieg sollte enden", den die chinesische Marktaufsichtsbehörde anschließend auf ihren eigenen Kanälen verbreitete. Marktbeobachter werteten das als offizielles Signal. Alibaba gehörte zu sieben Technologiekonzernen, die von der Behörde wegen „irrationalen Wettbewerbs" einbestellt wurden.
Die Dimension des Problems verdeutlichen Zahlen von Goldman Sachs: Demnach könnte Alibaba im Liefergeschäft für die zwölf Monate bis Juni 2026 einen Verlust von 41 Milliarden Yuan — umgerechnet rund 5,7 Milliarden Dollar — einfahren. Das entspräche etwa einem Drittel des Nettogewinns des vorangegangenen Geschäftsjahres. Parallel dazu brach das bereinigte EBITDA des Konzerns um 57 Prozent ein, der GAAP-Nettogewinn fiel um 66 Prozent auf 15,6 Milliarden Yuan.
Analysten senken die Latte
Die kurze Erholungsrally änderte nichts daran, dass mehrere Häuser ihre Kursziele nach unten angepasst haben. Susquehanna kürzte das Ziel von 190 auf 170 Dollar und verwies auf die unter den Erwartungen liegenden Quartalsergebnisse — bei gleichzeitig beibehaltener positiver Einstufung. Robert W. Baird folgte am 20. März mit einer Senkung von 174 auf 164 Dollar, Barclays von 195 auf 190 Dollar; beide Häuser halten an einer positiven Einschätzung fest. Erste Group Bank senkte zudem ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 5,23 auf 4,37 Dollar je Aktie und stuft den Titel mit „Hold" ein.
Auf der anderen Seite steht Morgan Stanley, das nach der Vorstellung des neuen KI-Chips XuanTie C950 — einem 5-Nanometer-Prozessor mit mehr als dreifacher Leistung gegenüber dem Vorgänger — seine Übergewichten-Empfehlung mit einem Kursziel von 180 Dollar bekräftigte. Der Konsens aus 22 Analysten liegt bei einem Kursziel von 187,89 Dollar und einer Einstufung als „Moderate Buy".
Erholung mit Bedingungen
Die Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn fast ein Fünftel ihres Wertes verloren — ein Rückgang, der den Druck auf das Management verdeutlicht.
Ob Pekings Eingriff tatsächlich zur Trendwende wird, hängt davon ab, wie schnell sich die Verluste im Liefergeschäft einengen lassen. Meituan-Chef Wang Xing erwartet, dass die Verluste je Bestellung bereits im laufenden Quartal zu sinken beginnen. Für Alibaba wäre das ein erstes konkretes Zeichen, dass die regulatorische Rückendeckung auch in den Zahlen ankommt.
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