Evernorth Holdings will als erstes börsennotiertes Unternehmen fast ausschließlich XRP halten und verwalten — und das ausgerechnet in einem Moment, in dem der Token rund 43 % unter seinem Jahreshoch notiert. Der geplante Nasdaq-Börsengang via SPAC-Fusion zeigt, wie ernst institutionelle Akteure das Thema nehmen. Gleichzeitig liefern die aktuellen ETF-Daten ein nüchterneres Bild.

Der Evernorth-Plan

Evernorth hat Mitte März seine S-4-Registrierung bei der SEC eingereicht, um über eine SPAC-Fusion mit einem Volumen von über einer Milliarde Dollar unter dem Ticker XRPN an der Nasdaq zu notieren. Das Unternehmen hält gemeinsam mit Partnern rund 473 Millionen XRP; Ripple steuerte weitere 127 Millionen Token bei, Arrington Capital weitere 211 Millionen. Zu den Investoren zählen SBI, Pantera Capital und Kraken.

Besonders auffällig ist die geplante Strategie: Evernorth will XRP nicht passiv halten, sondern aktiv einsetzen — über Liquiditätspools mit Ripples RLUSD-Stablecoin, Kreditvergabe und Optionsstrategien wie Covered Calls.

Das Vorhaben hat jedoch einen Haken. Die durchschnittlichen Kaufpreise liegen bei 2,54 Dollar pro Token, während XRP aktuell bei rund 1,34 Dollar handelt. Das entspricht einer Wertminderung von 233,7 Millionen Dollar allein in 2025 — das Treasury ist bereits unter Wasser.

Institutionelles Interesse trifft auf ETF-Abkühlung

Eine gemeinsame Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 institutionellen Investoren zeigt: 18 % halten bereits XRP, weitere 25 % planen eine Allokation im Jahr 2026. Goldman Sachs ist mit 153,8 Millionen Dollar der größte institutionelle XRP-ETF-Halter.

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Seit ihrem Start im November 2025 haben XRP-ETFs kumulierte Netto-Zuflüsse von über 1,4 Milliarden Dollar angezogen. Im März 2026 kehrte sich der Trend jedoch erstmals um: Netto-Abflüsse von rund 30 Millionen Dollar beendeten einen 35-tägigen Streak ohne Mittelabzüge. Bloomberg Intelligence schätzt zudem, dass 84 % der gesamten XRP-ETF-Vermögen aus dem Retail-Bereich stammen — institutionelles Kapital ist also noch deutlich unterrepräsentiert.

65 % der befragten Institutionen nannten regulatorische Klarheit als entscheidenden Faktor für mehr Krypto-Engagement.

Der CLARITY Act als Schlüsselvariable

Am 17. März klassifizierten SEC und CFTC XRP gemeinsam als digitale Ware — ein bindendes Regelwerk, das über bloße Behördenleitlinien hinausgeht, aber noch kein Gesetz ist. Parallel dazu überschritt das XRP Ledger erstmals in seiner 13-jährigen Geschichte die Marke von 7,7 Millionen nicht-leeren Wallets; tokenisierte Rohstoffe auf XRP stiegen 2026 von 111 Millionen auf 1,14 Milliarden Dollar.

Die entscheidende regulatorische Weichenstellung bleibt der Digital Asset Market CLARITY Act. Das Repräsentantenhaus hat ihn mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet, im Senat ist er noch blockiert. Standard Chartered hatte ursprünglich ein Kursziel von 8 Dollar für 2026 an die Verabschiedung dieses Gesetzes geknüpft — ohne den CLARITY Act revidierte die Bank ihr Ziel auf 2,80 Dollar. Der Marktkonsens liegt derzeit zwischen 1,50 und 2,50 Dollar.

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