Ein historischer Umsatzrekord für das Gesamtjahr 2025 täuscht über ein drängendes Problem hinweg. Explodierende Kosten für Speicherchips haben dem chinesischen Technologiekonzern im Schlussquartal einen empfindlichen Gewinneinbruch beschert. Während das hochgelobte Elektroauto-Geschäft floriert, zwingt die Krise im Smartphone-Segment das Management nun zu einer milliardenschweren Gegenreaktion.

Der teure Tribut der KI-Revolution

Der Hauptgrund für den plötzlichen Gegenwind liegt paradoxerweise im globalen KI-Boom. Die gigantische Nachfrage von Rechenzentren treibt die Preise für Speicherchips massiv in die Höhe. Für Smartphone-Hersteller bedeutet das drastisch steigende Materialkosten, die sich gerade im Einsteiger- und Mittelklassesegment kaum an die Kunden weitergeben lassen. Das Resultat zeigte sich im vierten Quartal schonungslos: Der bereinigte Nettogewinn fiel um knapp 24 Prozent. Gleichzeitig brach der Smartphone-Umsatz zweistellig ein.

Flucht nach vorn

CEO Lei Jun reagiert auf diesen Margendruck mit einer aggressiven Neuausrichtung. In den kommenden drei Jahren sollen 60 Milliarden Yuan in die eigene Entwicklung von Künstlicher Intelligenz fließen. Ein Lichtblick bleibt derweil die Elektromobilität. Die Auto-Sparte lieferte 2025 rund 411.000 Fahrzeuge aus und erzielte erstmals einen operativen Gewinn. Allerdings dämpfen akute Kapazitätsengpässe mit Wartezeiten von bis zu 60 Wochen die kurzfristige Erwartungshaltung.

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Charttechnik spiegelt Skepsis

An der Börse überwiegt angesichts der gemischten Nachrichtenlage die Vorsicht. Zwar legte der Kurs heute leicht um 2,11 Prozent auf 3,62 Euro zu, die mittelfristige Tendenz zeigt jedoch klar nach unten. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits über 19 Prozent an Wert verloren. Der weite Abstand von 27 Prozent zur wichtigen 200-Tage-Linie bei 4,96 Euro unterstreicht den intakten Abwärtstrend. Bisher verpufften auch massive Aktienrückkäufe des Managements nahezu wirkungslos.

Die strategische Transformation vom reinen Hardware-Verkäufer zum diversifizierten KI- und Mobilitätskonzern verlangt Investoren viel Geduld ab. Solange die teuren Speicherchips die Margen im Kerngeschäft belasten, deckelt dies das Aufwärtspotenzial der Aktie. Eine nachhaltige Trendwende auf dem Parkett setzt nun voraus, dass die Elektroauto-Sparte ihre Produktionsengpässe zügig auflöst und die ambitionierten KI-Investitionen erste zählbare Erträge liefern.

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