Operativ reiht das ESG-RegTech-Unternehmen Diginex derzeit einen strategischen Erfolg an den nächsten. An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung allerdings in keiner Weise wider. Stattdessen markierte das Papier am Mittwoch ein neues 52-Wochen-Tief, angetrieben von einer desaströsen Bilanz und massivem Verkaufsdruck durch die Liquidierung verpfändeter Anteile.

Rote Zahlen belasten die Bewertung

Der gestrige Handelstag verdeutlichte die extreme Schwäche des Titels. Bei einem überdurchschnittlich hohen Volumen von 3,27 Millionen gehandelten Papieren rutschte der Kurs zeitweise auf 0,44 US-Dollar ab und schloss kaum höher bei 0,47 US-Dollar. Damit ist das einstige Jahreshoch von knapp 40 US-Dollar nur noch eine ferne Erinnerung.

Der Grund für diese fundamentale Neubewertung liegt in den nackten Zahlen. Einem überschaubaren Jahresumsatz von rund 3,5 Millionen US-Dollar steht ein sattes negatives EBITDA von 10 Millionen US-Dollar gegenüber. Eine Nettomarge von -276 Prozent signalisiert enorme Profitabilitätsprobleme. Infolgedessen ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens mittlerweile auf unter 100 Millionen US-Dollar geschrumpft.

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Verpfändete Aktien auf den Markt geworfen

Zusätzliches Öl ins Feuer goss ein massiver Insider-Vorgang Anfang des Monats. Am 6. März kam es zu einem Zwangsverkauf von 36 Millionen verpfändeten Aktien. Diese Maßnahme war notwendig, um ein ausstehendes Darlehen in Höhe von knapp 29,8 Millionen US-Dollar zu begleichen. Ein derartiger Vorgang erzeugt naturgemäß enormen Verkaufsdruck und verunsichert freie Aktionäre.

Gleichzeitig bleibt die Eigentümerstruktur stark konzentriert. Chairman Miles Pelham kontrolliert über Rhino Ventures und eigene Anteile weiterhin fast 59 Prozent der ausstehenden Aktien.

Operative Erfolge verpuffen

Angesichts dieser finanziellen Schieflage ignoriert der Markt die strategischen Fortschritte völlig. Die kürzlich abgeschlossene Integration von PlanA.earth brachte namhafte Kunden wie HSBC, Coca-Cola und Visa auf die Plattform. Auch eine im März verkündete Kooperation mit dem Gesundheitstechnologie-Riesen Doctolib zum Aufbau eines Dekarbonisierungsplans löste keine positive Kursreaktion aus.

Als nächster entscheidender Meilenstein steht nun die geplante Unternehmenszusammenführung mit Resulticks an. Die endgültigen Bedingungen sind bereits vereinbart. Der Vollzug hängt jedoch von einer elementaren Bedingung ab: Diginex muss zwingend eine nicht-verwässernde mittelfristige Fremdfinanzierung sichern. Scheitert diese Kapitalbeschaffung, droht der ohnehin stark dezimierten Aktie weiteres Abwärtspotenzial.

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