Die belgische D'ieteren Group hat für das Geschäftsjahr 2025 ein vielschichtiges Zahlenwerk vorgelegt. Trotz eines Rückgangs beim ausgewiesenen Vorsteuergewinn übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich und kündigte eine kräftige Dividendenerhöhung an. Während das Kerngeschäft mit Fahrzeugglas floriert, kämpfen andere Sparten der diversifizierten Gruppe mit spürbarem Gegenwind.

Belron glänzt als Ertragsperle

Der bereinigte Gewinn vor Steuern sank im vergangenen Jahr auf 955,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 1,07 Milliarden Euro erzielt worden waren. Dieser Rückgang ist jedoch primär auf Währungseffekte und Einmalkosten für Refinanzierungen zurückzuführen. Rechnet man diese Faktoren heraus, steht ein bereinigtes Plus von 3,8 Prozent zu Buche. Damit schnitt D'ieteren besser ab als der Markt mit erwarteten 927 Millionen Euro prognostiziert hatte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D'ieteren?

Besonders die Tochtergesellschaft Belron, bekannt für Fahrzeugglas-Reparaturen, erwies sich erneut als Wachstumsmotor. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 4,1 Prozent, wobei das Unternehmen weltweit über 17 Millionen Aufträge abwickelte. Ein wesentlicher Treiber ist die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeuge: Fast jeder zweite Auftrag erforderte bereits eine Neukalibrierung von Fahrerassistenzsystemen, was die Margen stützt.

Licht und Schatten im Portfolio

Im Gegensatz zum Erfolg bei Belron musste die Automobilsparte Federn lassen. Nach einem Rekordjahr 2024 sank der bereinigte Vorsteuergewinn um knapp zehn Prozent auf 215,3 Millionen Euro. Dennoch behauptete sich das Segment in einem schwachen belgischen Gesamtmarkt und hielt bei Elektrofahrzeugen einen Marktanteil von fast 29 Prozent.

Größere Sorgen bereiten die kleineren Beteiligungen. Während der Ersatzteilspezialist PHE ein Gewinnwachstum von fast zehn Prozent verzeichnete, brach das Ergebnis bei TVH um über ein Viertel ein. Die Lifestyle-Marke Moleskine rutschte mit einem Minus von 8 Millionen Euro sogar in die Verlustzone. Reicht die starke Performance von Belron aus, um die Schwächephasen bei TVH und Moleskine dauerhaft abzufedern? Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Restrukturierung in diesen kleineren Segmenten greift.

Solide Bilanz und höhere Dividende

Trotz der gemischten operativen Entwicklung stärkte die Gruppe ihre finanzielle Basis massiv. Die Nettofinanzschulden wurden von rund 653 Millionen Euro auf 287 Millionen Euro mehr als halbiert, begünstigt durch die vorzeitige Rückzahlung eines Großkredits im Sommer 2025. Davon profitieren auch die Aktionäre: Die Dividende soll um 40 Cent auf 2,00 Euro pro Aktie steigen.

Für das laufende Jahr 2026 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch und erwartet ein Gewinnwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Prognosen für 2026 im Überblick:
- Belron: Umsatzwachstum zwischen 5 % und 10 % erwartet
- PHE: Organisches Wachstum von rund 5 % prognostiziert
- TVH & Moleskine: Umsatzplus von bis zu 5 % angepeilt
- D'ieteren Automotive: Rückgang bei Umsatz und Marge nach Ausnahmejahr erwartet

An der Börse spiegelte sich die Skepsis über die schwächeren Segmente zuletzt deutlich wider. Die Aktie verlor auf Sicht von 30 Tagen knapp 14 Prozent an Wert und schloss am Freitag bei 170,20 Euro. Mit einem RSI von knapp unter 40 nähert sich der Titel jedoch langsam einer technisch überverkauften Zone, was kurzfristig für eine Stabilisierung sprechen könnte.

D'ieteren-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D'ieteren-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:

Die neusten D'ieteren-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D'ieteren-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D'ieteren: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...