Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi stolpert im hart umkämpften E-Auto-Markt über ein peinliches Detail seines Premiummodells SU7 Ultra. Wegen angeblich funktionaler, aber in Wahrheit nutzloser Lufteinlässe sah sich das Unternehmen mit Kundenbeschwerden und Klagen konfrontiert. Nun muss der Konzern aufwendig nachrüsten – und das in einer Phase, in der die Verkaufszahlen des Luxus-Stromers ohnehin enttäuschen.

Stein des Anstoßes ist eine aufpreispflichtige Carbon-Motorhaube, die Käufer rund 5.810 US-Dollar kostete. Xiaomi bewarb die integrierten Lufteinlässe ursprünglich als innovatives Kühlsystem für Batterie und Bremsen. Nach der Auslieferung stellte sich jedoch heraus, dass diese ins Leere führten und eine rein optische Funktion erfüllten. Im Oktober 2025 verurteilte ein Gericht in Suzhou das Unternehmen wegen irreführender Werbung zu Schadensersatzzahlungen. Ein anderes Gericht sah die Marketingbegriffe später zwar als technisch zulässig an, doch der Reputationsschaden war bereits angerichtet.

Aufwendige Nachbesserung in den Werkstätten

Um die rechtlichen und imagemäßigen Probleme zu lösen, startete Xiaomi gestern ein kostenloses Hardware-Update. In einem mehrstündigen Aufenthalt in den offiziellen Service-Centern erhalten die betroffenen Fahrzeuge nun tatsächlich funktionale Leitelemente. Diese sollen die aerodynamische Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessern, auch wenn dies laut Herstellerangaben leicht zulasten der maximalen Reichweite geht.

Schwache Verkäufe belasten den Kurs

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Diese Nachrüstaktion trifft Xiaomi in einer überaus schwierigen Vertriebsphase. Trotz einer Preisanpassung auf rund 73.400 US-Dollar fand der SU7 Ultra im vergangenen Dezember lediglich 45 Käufer. Kann der Konzern im margenstarken Premiumsegment überhaupt dauerhaft Fuß fassen? Die anhaltenden Schwierigkeiten spiegeln sich deutlich in der aktuellen Kursentwicklung wider.

Mit einem gestrigen Schlusskurs von 3,72 Euro notiert das Papier tief im roten Bereich. Auf Jahressicht hat der Titel bereits 42 Prozent an Wert verloren und bewegt sich mit einem Abstand von knapp 27 Prozent deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Die zügige Behebung der Ausstattungsmängel ist für Xiaomi nun ein zwingender operativer Schritt, um weiteres Vertrauen im chinesischen Markt zu sichern. Solange die Verkaufszahlen des SU7 Ultra jedoch auf dem aktuellen, niedrigen Niveau verharren, fehlt der Aktie ein fundamentaler Treiber für eine nachhaltige Trendwende.

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