Xiaomi Aktie: Roboter übernehmen
Xiaomi schickt humanoide Roboter in die Elektroauto-Produktion und startet parallel einen mobilen KI-Agenten. Die technologische Doppeloffensive ließ die Aktie in Hongkong um über 5 Prozent steigen – nach einer monatelangen Schwächephase. Doch während das Unternehmen seine Zukunftsstrategie schärft, verschärft sich gleichzeitig ein Steuerstreit in Indien.
Roboter in der E-Auto-Fabrik: Vom Test zur Serienreife
Zwei humanoide Roboter absolvierten drei Stunden autonomen Betrieb an einer Montagelinie in Xiaomis Elektrofahrzeugwerk. Das Ergebnis: 90,2 Prozent Erfolgsquote bei der gleichzeitigen Montage auf beiden Seiten der Arbeitsstation. Die Maschinen hielten dabei die Taktzeit von 76 Sekunden ein.
Die Basis bildet ein internes KI-Modell mit 4,7 Milliarden Parametern, kombiniert mit Reinforcement Learning. Das System reduziert die Abhängigkeit von manuellen Trainingsdaten und ermöglicht schnelle Anpassung an unterschiedliche Fertigungsbedingungen. CEO Lei Jun kündigte an, dass innerhalb von fünf Jahren eine große Anzahl humanoider Roboter in Xiaomis Fabriken arbeiten sollen.
KI-Agent miclaw: Systemweite Smartphone-Kontrolle
Am 6. März startete Xiaomi die geschlossene Beta für „miclaw" – einen mobilen KI-Agenten auf Basis des hauseigenen MiMo-Sprachmodells. Anders als klassische Assistenten interpretiert das System Nutzerabsichten und führt Aufgaben autonom aus, indem es auf über 50 Systemfunktionen und Drittanbieter-Apps zugreift.
Das System steuert zudem Xiaomis IoT-Ökosystem mit über einer Milliarde vernetzter Geräte. Für Entwickler öffnet Xiaomi die Plattform über das Model Context Protocol und ein eigenes SDK. Das Unternehmen betont, dass persönliche Interaktionsdaten nicht für das Modelltraining verwendet werden, sondern ausschließlich lokal verarbeitet bleiben.
Jahresergebnisse und Erstdividende vor der Tür
Die Aktie notiert bei 3,62 Euro – knapp 49 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von März 2025. Der Kursanstieg am 6. März folgte auf intensive Aktienrückkäufe: Allein am 3. März erwarb Xiaomi 3,2 Millionen eigene Aktien für umgerechnet 100 Millionen Hongkong-Dollar. Im bisherigen Jahresverlauf kaufte das Unternehmen an nahezu jedem Handelstag eigene Papiere zurück.
Am 24. März veröffentlicht Xiaomi die geprüften Jahresergebnisse für 2025. Der Vorstand erwägt erstmals seit dem Börsengang eine Schlussdividende vorzuschlagen.
Steuerstreit in Indien belastet
Die indischen Behörden werfen Xiaomi die Hinterziehung von Zollabgaben auf Lizenzzahlungen vor. Die ursprüngliche Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte sich mit Strafzahlungen auf über 150 Millionen verdoppeln. Zusätzlich sind Vermögenswerte im Wert von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren. Der Streit bleibt ein juristisches Risiko, dessen finanzielle Auswirkungen sich erst mit dem Jahresbericht konkretisieren dürften.
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