Xiaomi hat gestern in seinem Pekinger Elektroauto-Werk einen ungewöhnlichen Schritt gewagt: Humanoide Roboter arbeiteten direkt an der Produktionslinie. Die Ergebnisse sind bemerkenswert – aber auch die Schattenseiten des Konzerns rücken ins Bild.

Erfolgreicher Takt im Sekundentakt

Während eines dreistündigen Testlaufs übernahmen zwei humanoide Roboter das Anbringen von Schrauben und Muttern am Fahrwerk der Elektrofahrzeuge. Konzernpräsident Lu Weibing zufolge absolvierten die Einheiten 90,2 % ihrer Aufgaben erfolgreich. Entscheidend dabei: Die Roboter hielten den Produktionstakt von 76 Sekunden pro Fahrzeug ein – ein Wert, den viele für unrealistisch gehalten hätten.

Trotzdem stuft Xiaomi die Roboter intern noch als „Praktikanten" ein. Die aktuelle Phase dient primär der Datensammlung und der Feinabstimmung der Bewegungsabläufe unter realen Bedingungen. Der Übergang vom Prototyp zur funktionalen Einheit in der Serienproduktion ist damit zwar eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen.

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Sicherheitswarnung trübt das Bild

Zeitgleich veröffentlichte die Stiftung Warentest gestern eine Warnung zum vorinstallierten „Mi Browser" auf Xiaomi-Smartphones. Über Push-Nachrichten sollen Nutzer auf gefälschte Seiten geleitet worden sein, um Phishing oder Anlagebetrug zu ermöglichen. Xiaomi hat eine interne Untersuchung eingeleitet.

Diese Meldung steht in einem ungünstigen Kontrast zu den positiven Robotik-Nachrichten. Für ein Unternehmen, das sich als Premium-Technologieanbieter positioniert, sind derartige Sicherheitsprobleme in der Kernsparte ein ernstes Reputationsthema.

Kurs weit unter Vorjahresniveau

Die Aktie liegt trotz eines leichten Erholungsversuches in der vergangenen Woche deutlich unter ihren früheren Niveaus – rund 39 % unter dem Stand vor zwölf Monaten. Damit bleibt die kurzfristige Kursreaktion auf den Robotik-Test vorerst eine Momentaufnahme in einem längeren Abwärtstrend.

Ob der Fortschritt in der Automobilfertigung langfristig als echter Kurstreiber wirkt, hängt davon ab, wie schnell Xiaomi die Fehlerquote der Roboter weiter senkt und den Praxisbetrieb skaliert. Konkrete Expansionspläne für den Robotereinsatz hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert.

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