Der Umbau bei Thyssenkrupp geht in die nächste Phase. CEO Miguel López stellt klar, dass die kriselnde Stahlsparte notfalls auch im Alleingang saniert wird, falls die Gespräche mit dem indischen Investor Jindal scheitern. Doch wie realistisch ist dieser Plan angesichts massiver Energiekosten und asiatischer Billigkonkurrenz?

Sanierung mit oder ohne Partner

Am Montagabend positionierte sich der Konzernchef unmissverständlich: Die Stahlproduktion in Duisburg soll zukunftsfähig werden – unabhängig vom Ausgang der aktuellen Verhandlungen mit Jindal Steel. Ein Einstieg der Inder gilt zwar weiterhin als zentraler Baustein der Transformation, doch Thyssenkrupp bereitet sich mit dieser Ankündigung auf alle Szenarien vor und signalisiert Handlungsfähigkeit.

Forderungen nach Subventionen

Um dieses Vorhaben im Zweifel allein stemmen zu können, richtet López deutliche Forderungen an die Politik. Im Zentrum steht der Ruf nach einem staatlich subventionierten Industriestrompreis von fünf Cent pro Kilowattstunde. Ohne diese Entlastung und schärfere Schutzmaßnahmen gegen asiatische Importe sieht das Management erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb.

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Die harte Realität der grünen Transformation zeigt sich bereits bei der geplanten Direktreduktionsanlage: Ein Ausschreibungsverfahren für den benötigten grünen Wasserstoff musste zuletzt pausiert werden, da die eingereichten Angebote den vorgesehenen Kostenrahmen deutlich sprengten.

Anleger bleiben skeptisch

Diese operativen und politischen Hürden spiegeln sich deutlich in der Kursentwicklung wider. Die Unsicherheit über die Finanzierbarkeit des Konzernumbaus drückte die Papiere in den vergangenen 30 Tagen um rund 23 Prozent nach unten. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 9,12 Euro notiert der Titel mittlerweile spürbar unter der wichtigen 50-Tage-Linie, was die anhaltende Zurückhaltung der Marktteilnehmer unterstreicht.

Der Erfolg der strategischen Neuausrichtung hängt nun maßgeblich von zwei Faktoren ab: Einer klaren Entscheidung bei den Jindal-Gesprächen sowie konkreten politischen Zusagen bei den Energiekosten. Bis diese Rahmenbedingungen abschließend geklärt sind, erfordert der angedachte Alleingang erhebliche Vorleistungen, was die kurzfristigen Perspektiven für das traditionsreiche Stahlgeschäft dämpft.

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