Vier schwerwiegende Systemausfälle innerhalb einer einzigen Woche – das hat Amazon intern aufgerüttelt. Der Konzern kämpft mit einem unerwarteten Problem: KI-generierter Code, der in kritische Handelsprozesse eingreift und dabei erheblichen Schaden anrichtet.

Die Ausfälle im Detail

Der gravierendste Vorfall ereignete sich am 5. März 2026. Ein Systemausfall ließ die Bestellungen in Nordamerika um 99 Prozent einbrechen – rund 6,3 Millionen Aufträge gingen verloren. Bereits drei Tage zuvor hatte ein Fehler bei Lieferzeitangaben etwa 120.000 verlorene Bestellungen und 1,6 Millionen Website-Fehler verursacht.

Interne Berichte identifizierten in beiden Fällen KI-unterstützte Code-Änderungen als wesentlichen Faktor. Sicherheitsmechanismen, die solche Fehler hätten abfangen sollen, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig etabliert.

Amazons Reaktion: Mehr menschliche Kontrolle

Gestern hielt eCommerce-Senior-Vizepräsident Dave Treadwell ein internes „Deep Dive"-Meeting ab, um die Vorfälle aufzuarbeiten. Das Ergebnis ist eine neue Richtlinie: Junior- und Mid-Level-Entwickler benötigen künftig die ausdrückliche Genehmigung erfahrener Senior-Ingenieure, bevor KI-generierter Code in Produktion geht.

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Parallel dazu startet Amazon einen 90-tägigen „Safety Reset" für rund 335 kritische Systeme. Für alle Änderungen an diesen Systemen sind künftig zwei Prüfer erforderlich, ergänzt durch automatisierte Validierung und verbesserte Dokumentationswerkzeuge.

Milliarden für KI – trotz Rückschlägen

Die operativen Korrekturen fallen in eine Phase enormer Investitionen. Amazon plant für 2026 Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar, ein Großteil davon fließt in KI-Infrastruktur. Citigroup schätzt, dass die großen Hyperscaler – Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta zusammen – 2026 über 630 Milliarden Dollar in KI investieren werden.

Die jüngsten Vorfälle zeigen, dass die technische Integration generativer KI in Kernprozesse des Handels und der Cloud-Infrastruktur mit erheblichen Risiken verbunden ist. Amazons Entscheidung, Senior-Ingenieure als menschliche Kontrollinstanz für KI-Code zu etablieren, spiegelt eine wachsende Debatte in der gesamten Branche über die Qualitätssicherung automatisiert erzeugten Codes wider – ein Thema, das auch Wettbewerber wie Microsoft und Google zunehmend beschäftigt.

Die Amazon-Aktie notiert derzeit rund 16 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom vergangenen November und steht damit unter einem gewissen Druck. Ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um weitere Ausfälle dieser Größenordnung zu verhindern, wird sich innerhalb des laufenden 90-Tage-Resets zeigen.

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