Der Übergang zur neuen Modellgeneration bremst Xiaomis Elektroauto-Sparte im März spürbar aus. Während die Auslieferungszahlen hinter dem für die ehrgeizigen Jahresziele nötigen Tempo zurückbleiben, zieht der Technologiekonzern personelle Konsequenzen. Mit gezielten Abwerbungen aus dem Tesla-Management soll nun der Vertrieb neu aufgestellt werden.

Konkret meldete Xiaomi für den abgelaufenen Monat zwar mehr als 20.000 ausgelieferte Fahrzeuge, blieb damit aber unter der Marke von 30.000 Einheiten. Verantwortlich für diese Wachstumsdelle ist die aktuelle Umstellung auf den überarbeiteten SU7. Zwar verzeichnete das neue Modell laut Berichten vielversprechende 15.000 Bestellungen in der ersten halben Stunde nach Verkaufsstart. Die bisher 7.000 ausgelieferten Neuwagen reichten jedoch nicht aus, um das Gesamtvolumen im März signifikant zu steigern.

An der Börse spiegelt sich die Skepsis der Anleger wider. Die Aktie notiert mit einem Minus von knapp 21 Prozent seit Jahresbeginn tief im roten Bereich. Zudem unterstreicht der deutliche Abstand von über 27 Prozent zur wichtigen 200-Tage-Linie den anhaltenden Abwärtsdruck. Investoren zweifeln offenbar an der Machbarkeit des ambitionierten Jahresziels von 550.000 Fahrzeugen, das einem Wachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Frischer Wind aus dem Tesla-Lager

Um das anvisierte Volumen dennoch zu stemmen, baut Xiaomi seine Führungsriege nach dem Vorbild des US-Konkurrenten um. Kong Yanshuang, eine ehemalige Generaldirektorin von Tesla China, leitet seit Anfang März das Automobilgeschäft. Sie ersetzt den bisherigen Vertriebschef und soll die Kanalsysteme optimieren. Marktbeobachter werten diesen Schritt als gezielte organisatorische Aufwertung in einer Phase verlangsamten Umsatzwachstums.

Zusätzlich verstärkt ein weiterer Tesla-Veteran die strategische Beratungsabteilung in direkter Berichtslinie zum CEO. Dieser ungewöhnliche Direkteinstieg zeigt, wie hoch das Management die Neustrukturierung des Vertriebs priorisiert.

Technische Upgrades als Verkaufsargument

Neben der personellen Neuaufstellung setzt das Unternehmen auf technische Differenzierung. Alle Varianten des neuen SU7 verfügen nun serienmäßig über LiDAR-Technologie und verbesserte Fahrassistenzsysteme. Die Pro-Version bietet zudem eine auf 901 Kilometer gesteigerte Reichweite. Mit einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 31.940 US-Dollar positioniert Xiaomi das Fahrzeug weiterhin aggressiv gegen das Tesla Model 3.

Das aktuell laufende Xiaomi Fan Festival flankiert den Marktstart des neuen SU7 mit weltweiten Rabattaktionen. Damit die personelle Neuausrichtung im Vertrieb greift, muss das Unternehmen zügig Resultate liefern. Um das Jahresziel von 550.000 Einheiten zu erreichen, ist Xiaomi darauf angewiesen, das monatliche Auslieferungsvolumen in den kommenden Quartalen konstant auf über 45.000 Fahrzeuge zu steigern.

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