Xiaomi drückt in Barcelona beim MWC 2026 aufs Tempo: neue Flaggschiffe, ein globales Leica-Smartphone und sogar ein Elektroauto-Konzept für Europa. Gleichzeitig stapeln sich die Baustellen – von sinkenden EV-Auslieferungen im Februar bis zum eskalierenden Steuerstreit in Indien. Kann der Produkt- und Europa-Kurs die Investoren trotzdem überzeugen?

MWC 2026: Flaggschiffe und Leica setzen den Ton

Auf dem MWC hat Xiaomi den globalen Start der 17er-Serie eingeläutet, nachdem die Modelle zuvor bereits in China vorgestellt wurden. Ziel: stärkere Präsenz in Europa, inklusive Premium-Preispunkten. Los geht es laut Ankündigung bei 999 Euro für das Xiaomi 17 und 1.499 Euro für das Xiaomi 17 Ultra.

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Zusätzlich bringt Leica – mit Xiaomi als neuem Partner – erstmals ein Leitzphone international auf den Markt. Technisch basiert es im Kern auf dem Xiaomi 17 Ultra, setzt aber stärker auf Fotografie. Ein exklusives Hardware-Detail ist ein mechanischer Kameraring, der Zoom, Belichtung, ISO und Verschlusszeit physisch steuerbar machen soll. Verkauft wird das Gerät unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in weiteren europäischen und asiatischen Märkten.

Auch Richtung Auto setzt Xiaomi ein Signal: In Barcelona stand ein „Vision Gran Turismo“-Konzeptfahrzeug auf eigener 900-Volt-Siliziumkarbid-Plattform. Xiaomi bestätigte zudem, dass 2027 das erste Jahr der Überseeexpansion sein soll – unterstützt durch ein bereits etabliertes F&E-Zentrum in München.

EV-Geschäft: Februar schwächer, Ziel bleibt hoch

In der EV-Sparte meldete Xiaomi für Februar mehr als 20.000 ausgelieferte Fahrzeuge – weniger als im Januar. Der Januar wiederum war ein Ausrufezeichen: Der YU7 SUV wurde laut Quelle mit 37.869 verkauften Einheiten zum meistverkauften Pkw-Modell in China.

Seit Produktionsstart im April 2024 summieren sich die Auslieferungen auf über 600.000 Fahrzeuge, davon über 410.000 im Jahr 2025. Für 2026 steht ein Zielwert von 550.000 Fahrzeugen im Raum. Positiv: Die kombinierte EV- und KI-Sparte erzielte im dritten Quartal 2025 erstmals einen Quartalsgewinn von 700 Millionen CNY. Gleichzeitig wird im Quelltext ein möglicher Margendruck durch Änderungen der Pekinger EV-Subventionspolitik genannt.

Indien-Streit, Rückkauf – und der Termin, der zählt

Belastungsfaktor bleibt der Steuerstreit in Indien. Xiaomi geht gegen eine Forderung vor, die sich auf 72 Millionen US-Dollar an angeblich hinterzogenen Zöllen auf Lizenzgebühren bezieht. Laut Darstellung könnte sich der Betrag durch Strafen und Zinsen auf über 150 Millionen US-Dollar mehr als verdoppeln. Zusätzlich sind Vermögenswerte von rund 610 Millionen US-Dollar eingefroren.

Parallel läuft seit 23. Januar 2026 ein automatisches Aktienrückkaufprogramm: Ein unabhängiger Broker soll bis zu 2,5 Milliarden HK$ an Class-B-Aktien zurückkaufen. Am 24. Februar wurden laut Quelle Aktien im Wert von 100 Millionen HKD erworben.

Am Kapitalmarkt bleibt der Titel dennoch angeschlagen. Der Schlusskurs lag gestern bei 3,64 Euro, damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,62 Euro. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt rund -29,5% – ein Hinweis darauf, wie deutlich der Kurs seit dem Frühjahr 2025 nachgegeben hat.

Der nächste konkrete Fixpunkt folgt bereits am 24. März: Dann will der Vorstand die konsolidierten Jahresergebnisse für 2025 prüfen und genehmigen und zudem eine Abschlussdividende erwägen. Im dritten Quartal 2025 hatte Xiaomi ein Umsatzplus von 22% auf RMB 113,1 Milliarden und einen bereinigten Nettogewinnanstieg um mehr als 80% auf RMB 11,3 Milliarden gemeldet – die Jahreszahlen dürften nun zeigen, wie stabil diese Dynamik in der Breite tatsächlich war.

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