Das neue SU7-Modell kommt an — nur eben nicht bei den Aktionären. Während Xiaomi nach dem überarbeiteten Elektrofahrzeug innerhalb von 34 Minuten 15.000 verbindliche Bestellungen verzeichnete, brach die Aktie in Hongkong um mehr als 8 Prozent ein und war damit der schwächste Wert im Hang Seng Tech Index.

Der Grund liegt in einer schlichten Rechnung, die CEO Lei Jun selbst offenbarte: Das neue Modell kostet rund 20.000 Yuan mehr in der Produktion — der Verkaufspreis stieg jedoch nur um etwa 4.000 Yuan auf 219.900 Yuan. Für Anleger bedeutet das: starke Nachfrage, schwache Marge.

Vorfreude schlägt in Ernüchterung um

Die Enttäuschung kommt nach einer kurzen Euphorie. In der Vorwoche hatten die Papiere im Vorfeld des Launches noch bis zu 12 Prozent zugelegt. Jetzt folgen offenbar Gewinnmitnahmen — verstärkt durch ein Short-Interesse, das zuletzt bei rund 7,3 Prozent des Streubesitzes lag, verglichen mit etwa 2 Prozent Ende September.

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Das Margenproblem ist dabei kein neues Phänomen. Steigende Speicherchipkosten belasten bereits das Smartphone-Kerngeschäft, wo die Bruttomarge trotz Rekordprofitabilität bei 11,1 Prozent liegt. Das EV-Segment wächst zwar spektakulär — im dritten Quartal 2025 legte der Umsatz dort um rund 199 Prozent auf 29 Milliarden Yuan zu und erzielte erstmals einen operativen Gewinn. Allerdings droht genau dieses Segment nun zum neuen Kostentreiber zu werden.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 24. März veröffentlicht Xiaomi die Ergebnisse für das vierte Quartal. Analysten rechnen mit einer Wachstumsverlangsamung, da der Druck im Hardware-Geschäft die EV-Dynamik teilweise kompensieren dürfte. An der Wall Street bleibt die Grundstimmung dennoch konstruktiv: Elf von zwölf Analysten der vergangenen drei Monate empfehlen die Aktie zum Kauf. Ob das Zahlenwerk am 24. März diese Einschätzung bestätigt oder die Skepsis der Shortseller nährt, wird die nächste Richtungsentscheidung für den Titel liefern — der seit seinem 52-Wochen-Hoch bereits rund 46 Prozent verloren hat.

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