Steigende Speicherpreise, ein schwieriges Elektrofahrzeug-Geschäft und ein eskalierender Steuerstreit in Indien — Xiaomi kämpft an mehreren Fronten gleichzeitig. Leerverkäufer haben das längst eingepreist und laut S3 Partners LLC bereits Buchgewinne von 1,8 Milliarden US-Dollar eingefahren.

Zwei Faktoren belasten die Marge

Das Kernproblem: Speicherpreise sind im laufenden Quartal um 80 bis 90 Prozent gestiegen, weil Chiphersteller ihre Kapazitäten zunehmend in Richtung KI-Server umgeschichtet haben. Xiaomi hält die Preise für seine Flaggschiff-Smartphones dennoch stabil — ein Schritt, der Marktanteile schützt, aber die Margen auffrisst. Anders als Apple oder Samsung fehlt dem Konzern eine Premium-Kundenbasis, die Preiserhöhungen problemlos mitträgt.

Im Elektrofahrzeugsegment kommen Kostendruck und der schrittweise Abbau staatlicher Subventionen in China hinzu. Goldman Sachs hat die bereinigten Nettogewinnprognosen für 2025 bis 2027 um bis zu 24 Prozent gesenkt und das Kursziel von 47,50 auf 41 Hongkong-Dollar reduziert. Analysten erwarten zudem, dass der Nettogewinn in den bevorstehenden Jahreszahlen um rund 23 Prozent sinken könnte.

Zusätzlich belastet der Steuerstreit in Indien. Wegen vorgeworfener Zollhinterziehung bei Royalty-Zahlungen könnte eine vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar auf über 150 Millionen US-Dollar anwachsen — rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen sind dort bereits eingefroren.

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Gegenmaßnahmen mit ersten Erfolgen

Das Unternehmen reagiert. Allein im vergangenen Monat kaufte Xiaomi eigene Aktien im Wert von mehr als 3,2 Milliarden Hongkong-Dollar zurück — die höchste Rückkaufaktivität seit über zwei Jahren. Gleichzeitig liefert die EV-Sparte erste positive Signale: Im dritten Quartal 2025 erzielte sie erstmals einen operativen Gewinn von 700 Millionen Yuan. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeugauslieferungen an.

Auch technologisch setzt das Unternehmen Akzente. Im eigenen EV-Werk absolvierten selbst entwickelte Humanoide einen dreistündigen autonomen Einsatz mit einer Erfolgsquote von 90,2 Prozent — ohne die Produktionstaktzeit zu beeinträchtigen. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierte Xiaomi zudem als erstes Technologieunternehmen überhaupt ein Fahrzeug im Vision-GT-Programm.

Jahresergebnisse am 24. März als Richtungsweiser

Am 24. März tagt der Vorstand, um die vollständigen Jahreszahlen 2025 zu genehmigen. Auf der Tagesordnung steht auch die mögliche Billigung einer ersten Abschlussdividende seit dem Börsengang — ein Signal, das Xiaomi bislang noch nie gesetzt hat. Der Bericht soll Klarheit über die Margenentwicklung im Smartphone-Kerngeschäft und ein vollständiges Jahresbild der EV-Einheit liefern.

Die Aktie notiert derzeit rund 47 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Ob eine mögliche Dividendenankündigung den Druck der Leerverkäufer spürbar abbauen kann, dürfte sich spätestens in zwei Wochen zeigen.

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