Gold verzeichnet seine längste Verlustserie seit 2023 — und Newmont trifft das mit voller Wucht. Sieben Handelstage in Folge gab der Goldpreis nach, ausgelöst durch eine Zinsentscheidung der US-Notenbank, die den Markt kalt erwischte.

Fed bremst Zinshoffnungen

Die Fed hielt auf ihrer März-Sitzung die Zinsen stabil im Bereich von 3,5 bis 3,75 Prozent — das war erwartet worden. Was den Markt überraschte, waren die begleitenden Wirtschaftsprojektionen. Viele Marktteilnehmer hatten für 2026 mindestens drei Zinssenkungen eingepreist. Stattdessen signalisiert die Fed nur noch einen einzigen Schritt nach unten, besorgt über eine strukturell erhöhte Inflation durch geopolitische Spannungen und steigende Energiekosten.

Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des Goldhaltens — das Metall zahlt keine Zinsen. Gleichzeitig treiben steigende Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten die Förderkosten der Minen in die Höhe.

Unternehmenseigene Belastungen kommen hinzu

Newmont kämpft nicht nur mit dem Makroumfeld. Die eigene Prognose für 2026 sieht einen Rückgang der Goldproduktion um knapp 10 Prozent vor — ein selbst beschriebenes „Trough-Jahr". Die sogenannten All-in Sustaining Costs sollen auf 1.680 US-Dollar je Unze steigen, getrieben durch höhere Abgaben und Steuern. Zusätzlich belastet eine ungelöste Streitigkeit rund um das Nevada Gold Mines Joint Venture, die einen erheblichen Teil der Produktion betreffen könnte.

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Auf der Stimmungsseite fiel auf, dass ein leitender Manager des Unternehmens in dieser Woche Aktien im Wert von rund zwei Millionen US-Dollar verkaufte. Am Optionsmarkt spiegelt sich die Nervosität wider: Das Volumen bei Put-Optionen lag zuletzt doppelt so hoch wie üblich, mit besonders starker Aktivität rund um die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar.

Die Newmont-Aktie verlor allein heute rund 9,4 Prozent und hat seit Jahresbeginn mehr als 22 Prozent an Wert eingebüßt — weit unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von rund 100 Euro.

Solide Basis, aber schwieriges Umfeld

Trotz der aktuellen Schwäche steht Newmont auf einem stabilen finanziellen Fundament. 2025 erzielte das Unternehmen einen rekordhohen freien Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar, von dem je 3,4 Milliarden in Schuldenabbau und Aktionärsausschüttungen flossen.

Am 23. April legt Newmont seinen nächsten Quartalsbericht vor. Anleger werden dann genau hinschauen, wie das Unternehmen mit dem Produktionsrückgang und dem veränderten Goldpreisumfeld umgeht. J.P. Morgan und Deutsche Bank halten unterdessen an ihren Jahresendzielen von 6.300 beziehungsweise 6.000 US-Dollar je Unze Gold fest — beide werten den aktuellen Rücksetzer als taktische Korrektur innerhalb eines intakten strukturellen Aufwärtstrends.

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