Xerox Aktie: Teurer Umbau
Xerox sichert sich durch ein Joint Venture mit dem Finanzinvestor TPG frisches Kapital in Höhe von 450 Millionen US-Dollar. Die Monetarisierung des geistigen Eigentums soll die Liquidität stärken und die strategische Neuausrichtung nach der Lexmark-Integration finanzieren. Doch die Konditionen des Deals verdeutlichen den enormen Druck, unter dem das Unternehmen steht.
Kostspielige Kapitalspritze
Die Details der Finanzierung offenbaren die schwierige Bewertungssituation von Xerox am Kapitalmarkt. Die aufgenommenen Kredite sind mit einem Zinssatz von rund 8 Prozent über dem Referenzzinssatz SOFR ungewöhnlich teuer. Zusätzlich muss das Unternehmen künftig eine laufende Lizenzgebühr von 2 Prozent auf bestimmte Umsätze an das Joint Venture zahlen, um die übertragenen Patente und Markenrechte weiterhin nutzen zu können.
Doch wie nachhaltig ist diese Lösung angesichts der hohen Zinslast? Während der Schritt den finanziellen Spielraum kurzfristig erweitert, werten Analysten die permanenten Lizenzverpflichtungen als langfristige Belastung für die ohnehin geforderten Margen.
Neuausrichtung des Vertriebs
Parallel zur Finanzierung kündigte das Management einen umfassenden Umbau der globalen Vertriebsorganisation an, der im zweiten Quartal 2026 in Kraft treten soll. Das Ziel ist eine engere Verzahnung mit der übernommenen Marke Lexmark und eine Konsolidierung des Geschäfts in drei geografische Regionen. Dabei zieht sich Xerox aus dem Direktvertrieb für kleine und mittelständische Unternehmen (SMB) zurück und setzt dort künftig primär auf Partnerkanäle.
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Durch diese Straffung sollen Redundanzen beseitigt und die Effizienz gesteigert werden. Das Management strebt durch diese Maßnahmen für das Jahr 2026 ein Wachstum des Betriebsergebnisses von über 200 Millionen US-Dollar an. Der Fokus der eigenen Vertriebsteams liegt künftig ausschließlich auf großen Firmen- und Unternehmenskunden.
Marktreaktion und Kursverlauf
Die Anleger reagierten zunächst mit einem Kurssprung auf die Nachricht, doch die Skepsis über die hohen Finanzierungskosten überwog schnell. Die Aktie notiert aktuell bei 1,65 Euro und liegt damit deutlich unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 2,08 Euro. Der RSI von 12,8 deutet zudem auf einen technisch stark überverkauften Zustand nach den Verlusten der letzten Wochen hin.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die operative Neuausrichtung die hohen Zinskosten kompensieren kann. Ein entscheidender Meilenstein wird die für das Frühjahr 2026 geplante Umsetzung des neuen Vertriebsmodells sein, von dem sich Xerox den nötigen Impuls für eine nachhaltige Profitabilität verspricht.
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