Wolfspeed hat das Chapter‑11-Verfahren abgeschlossen und seine Schulden deutlich reduziert. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen vorerst defizitär: negative bereinigte Bruttomarge, hoher Verlust pro Aktie und eine vorsichtige Umsatzprognose für das nächste Quartal. Reicht die vorhandene Liquidität, um den Turnaround zu finanzieren?

  • Q1 FY2026: Umsatz rund 197 Mio. USD
  • Bereinigte Bruttomarge: -26% (inkl. ~29 Mio. USD Lagerberichtigungen/Einmaleffekten)
  • GAAP-Verlust je Aktie: 4,12 USD; bereinigter Verlust je Aktie: 0,55 USD
  • Liquide Mittel: 926 Mio. USD
  • Q2-Prognose: Umsatz 150–190 Mio. USD

Die Zahlen im Detail

Wolfspeed meldete die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2026 (Bericht am 29. Oktober 2025). Der Umsatz lag bei etwa 197 Mio. USD. Die bereinigte Bruttomarge fiel mit -26% stark negativ aus; darin enthalten sind rund 29 Mio. USD an Inventurrückstellungen und einmaligen Belastungen durch die Anpassung der Fertigungsstruktur und Übergangskosten. Das Unternehmen wies einen GAAP-Verlust je Aktie von 4,12 USD sowie einen bereinigten Verlust je Aktie von 0,55 USD aus.

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Die abgeschlossene finanzielle Restrukturierung ermöglichte den Austritt aus Chapter 11 und eine substanzielle Verringerung der Verschuldung. Wolfspeed schloss das Quartal mit rund 926 Mio. USD in bar und kurzfristigen Anlagen ab, die das Unternehmen als ausreichende Liquiditätsbasis für seine Pläne beschreibt.

Markt- und Technologiekontext

Siliziumkarbid bleibt in Leistungs-Halbleitern eine zentrale Technologie, vor allem für E‑Mobility, Ladeinfrastruktur, Industrieanwendungen und erneuerbare Energien. Wolfspeed betont seine technologische Führungsrolle: Das Unternehmen liefert seit zehn Quartalen 200‑mm‑Mohawk‑Bauteile, hat eine Gen‑4‑Plattform eingeführt und bietet ein komplettes 200‑mm‑Materialspektrum zur Unterstützung künftiger Kundenerhöhungen.

Gleichzeitig erkennt Wolfspeed an, dass die Nachfrage aktuell schwächer ist. Die Q2‑Prognose von 150–190 Mio. USD berücksichtigt frühere Kundenvorabkäufe und anhaltend gedämpfte Nachfrage. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Schwäche im Markt bis ins Fiskaljahr 2026 andauern könnte, während Fresh‑start‑Accounting und der langfristige Plan abgeschlossen werden.

Ausblick

Wolfspeeds Liquiditätsposition von rund 926 Mio. USD schafft Spielraum für die Umsetzung der 200‑mm‑Konsolidierung und laufende Optimierungen bei Betriebskosten und Investitionen. Entscheidend bleibt jedoch die Nachfrageentwicklung: Erholt sich das Marktvolumen, dürfte die Kombination aus Produktionskonsolidierung und Technologievorteil zur Margenverbesserung beitragen. Solange die Nachfrageschwäche andauert und Fresh‑start‑Accounting abgeschlossen wird, bleibt das Ergebnis belastet.

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