Warner Bros. Discovery Aktie: Milliarden-Deal rückt näher
Der über 100 Milliarden US-Dollar schwere Zusammenschluss von Warner Bros. Discovery und Paramount nimmt konkrete Züge an. Während die US-Wettbewerbshüter grünes Licht signalisieren, nutzt WBD-Chef David Zaslav das Umfeld für einen massiven Aktienverkauf. Für das neu entstehende Medienimperium steht derweil eine gewaltige finanzielle Herausforderung im Raum.
Der Weg für die Fusion ist fast frei
Die regulatorischen Hürden für die Übernahme durch Paramount und Skydance schwinden zusehends. Bereits Mitte Februar lief die entscheidende Wartefrist des US-Justizministeriums ab, nachdem Paramount fehlende Informationen nachgereicht hatte. Anfang März signalisierte zudem der Vorsitzende der US-Kommunikationsbehörde FCC, Brendan Carr, eine zügige formelle Genehmigung.
Er bezeichnete das Vorhaben im Wert von bis zu 111 Milliarden US-Dollar als regulatorisch unbedenklicher im Vergleich zu einem früheren Angebot des Konkurrenten Netflix. Letzterer hatte sich zuvor aus dem Bietergefecht zurückgezogen und dafür Berichten zufolge eine Entschädigung von über zwei Milliarden US-Dollar kassiert.
Zaslavs Millionen-Verkauf
Parallel zu den Fusionsfortschritten sorgte das Management für Aufsehen. WBD-CEO David Zaslav trennte sich im Vorfeld der geplanten Übernahme von Unternehmensanteilen im Wert von über 100 Millionen US-Dollar. Dieser Schritt fällt in eine Phase extremer Kursstärke: Nach einer enormen Jahresrally von über 145 Prozent notierte das Papier zuletzt nahe seinem 52-Wochen-Hoch von gut 25 Euro. Mit einem aktuellen RSI-Wert von 76,5 gilt der Titel zudem als technisch überkauft, was den Zeitpunkt der massiven Gewinnmitnahme durch den Firmenchef erklärt.
Auch bei der Konkurrenz nutzten Insider das aktuelle Umfeld: Netflix-Verwaltungsratschef Reed Hastings veräußerte nach dem Rückzug aus dem WBD-Deal ebenfalls eigene Aktien im Wert von knapp 40 Millionen US-Dollar.
Ein neuer Streaming-Gigant entsteht
Operativ zielt die Fusion auf eine Konsolidierung im umkämpften Streaming-Markt ab. Bis Ende 2026 sollen die Plattformen HBO Max und Paramount+ zu einem einzigen Dienst verschmelzen. Gleichzeitig plant Paramount die Wiederbelebung brachliegender WBD-Franchises wie "Mad Max", "Police Academy" oder Teilen des DC-Universums.
Doch der Zusammenschluss bringt eine massive finanzielle Belastung mit sich. Die Gesamtverschuldung des neuen Medienriesen könnte auf bis zu 79 Milliarden US-Dollar anwachsen. Ein Großteil dieser Last soll in die Sparte der klassischen TV-Netzwerke, darunter CNN und Discovery, ausgelagert werden. Die Ratingagentur Fitch reagierte bereits auf diese Umstrukturierung und stufte die Kreditwürdigkeit von Paramount Skydance aufgrund der immensen Schuldenaufnahme auf "Ramschniveau" (Bb+) herab.
Der finale Abschluss der Fusion hängt nun primär von den noch ausstehenden behördlichen Zustimmungen in europäischen Rechtsordnungen ab. Sobald diese vorliegen, wird die physische Zusammenlegung der Streaming-Dienste anlaufen, während das Management parallel Strategien präsentieren muss, um die drückende Schuldenlast des kombinierten Unternehmens zu bewältigen.
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