VW Aktie: Unvollständige Strategien
Volkswagen hat Tesla in Europa vom Thron gestoßen und eine wichtige Einigung im US-Werk erzielt – trotzdem verliert die Aktie am Donnerstag deutlich an Wert. Der Grund: Ein kollektiver Sektorabsturz nach katastrophalen Zahlen von Volvo Cars. Die schwedische Konkurrenz meldete einen Jahresverlust und riss die gesamte Branche mit in die Tiefe.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- VW-Aktie fällt zeitweise unter 102 Euro (-2,8 bis -4%)
- Volvo Cars bricht nach Verlusten um über 20% ein
- Volkswagen verkauft 2025 in Europa 274.278 E-Autos (+56%)
- Tesla verliert europäische Marktführerschaft mit nur 236.357 Einheiten (-27%)
- Lohnerhöhung von 20% im US-Werk Chattanooga vereinbart
Branchenweite Verunsicherung
Die Volvo-Zahlen lösten eine Schockwelle aus. Analysten befürchten sinkende Margen und ein schwieriges Marktumfeld in Europa. Dieser Pessimismus erfasste auch die deutschen Premiumhersteller. Die operative Stärke von Volkswagen – sei es der Erfolg bei Elektroautos oder die stabile Situation in den USA – konnte die negative Stimmung nicht aufwiegen.
Machtverschiebung in Europa
Die Daten von JATO Dynamics belegen einen Wendepunkt: Während der europäische E-Auto-Markt 2025 insgesamt um 29 Prozent wuchs, legte Volkswagen mit 56 Prozent deutlich stärker zu. Tesla hingegen verlor mehr als ein Viertel seines Absatzes. Der Wolfsburger Konzern profitiert von seiner Modelloffensive und der etablierten Händlerstruktur.
Stabilität in den USA, Druck aus Brüssel
Die Einigung mit der Gewerkschaft UAW beseitigt Unsicherheiten bei den Arbeitskosten im wichtigen US-Markt. Gleichzeitig erhöht VW-Chef Oliver Blume den Druck auf die EU-Politik. Gemeinsam mit Stellantis-CEO Antonio Filosa fordert er Subventionen für europäische Produktion – eine Reaktion auf US-Zölle und chinesische Konkurrenz. Für China selbst plant VW die neue "China Electronic Architecture", die Entwicklungskosten um 40 Prozent senken soll.
Die Volkswagen-Aktie notiert aktuell bei 101,70 Euro und liegt damit rund 7,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 109,95 Euro. Ob der operative Erfolg mittelfristig die sektorweiten Belastungen überstrahlen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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