Vulcan Energy Aktie: Klare Abstimmung
Vulcan Energy hat bei einer außerordentlichen Hauptversammlung einen wichtigen formellen Schritt zur Absicherung der jüngsten Kapitalerhöhung geschafft. Die Aktionäre stimmten deutlich für die nachträgliche Bestätigung einer institutionellen Platzierung, die Teil eines umfangreichen Finanzierungsplans für das Lithium-Projekt Lionheart ist. An der Börse fällt die unmittelbare Reaktion bislang verhalten aus – im Hintergrund verschieben sich jedoch die Eckpfeiler der Finanzierung.
Deutliche Zustimmung auf der Hauptversammlung
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung gestern votierten die Aktionäre klar für die Ratifizierung der bereits ausgegebenen neuen Aktien aus einer institutionellen Platzierung.
- Zustimmung: 83,43 %
- Ablehnung: 16,57 %
- Enthaltungen: 6.269.148 Stimmen
- Insgesamt vertretene Stimmrechte (Proxy Votes): 248.382.075
Mit dem Votum bestätigen die Anteilseigner die Kapitalerhöhung vom Dezember 2025, die Teil eines Gesamtpakets über rund 2,2 Milliarden Euro für das Lionheart-Projekt ist.
Ein zweiter Beschlussvorschlag zur Ausgabe zusätzlicher, bedingter Platzierungsaktien wurde vor Beginn der Abstimmung zurückgezogen. Das Unternehmen nannte dafür keine Gründe.
Verhaltener Kurs, hohe Schwankungen
An der Börse legte die Aktie nach der Meldung nur leicht zu. Das Papier notiert aktuell um 4,67 AUD, ein Plus von rund 0,65 %.
In den vergangenen Wochen war der Kurs deutlich unter Druck. Seit den Hochs von November 2025 hat die Aktie mehr als 30 % verloren – trotz der gesicherten Großfinanzierung. Die Handelsspanne der letzten zwölf Monate reicht von 3,36 bis 7,52 AUD, was die ausgeprägte Volatilität des Titels verdeutlicht. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 2,2 Milliarden AUD.
Finanzierungspaket für Lionheart steht
Die Abstimmung reiht sich ein in die im Dezember kommunizierte Gesamtfinanzierung für das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben in Deutschland. Das Paket umfasst rund 2,2 Milliarden Euro bzw. 3,9 Milliarden AUD und setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
- Europäische Investitionsbank als Ankerfinanzier
- KfW Commodity Fund mit staatlicher Rückendeckung aus Deutschland
- Siemens Financial Services als strategischer Partner
- HOCHTIEF als Bau- und strategischer Partner
- Banken-Konsortium (13 Institute) mit rund 1,19 Milliarden Euro Fremdkapital
- Eigenkapitalerhöhung über etwa 545 Millionen Euro
Damit sind sowohl Fremd- als auch Eigenkapitalseite des Projekts strukturiert, was die Basis für den weiteren Ausbau von Lionheart legt.
Citigroup reduziert Beteiligung
Für zusätzliche Bewegung in der Aktionärsstruktur sorgte zuletzt Citigroup. Die Bankengruppe hat ihren zuvor signifikanten Anteil reduziert. Der Rückgang erfolgte überwiegend über Wertpapierleihe-Adjustierungen und den normalen Handel, nicht im Rahmen eines klaren strategischen Ausstiegs.
Trotz des Rückzugs eines Großinvestors kam es nicht zu anhaltendem Verkaufsdruck. Der Anteil leerverkaufter Aktien liegt derzeit bei 3,39 % des Free Floats. Ein Days-to-Cover-Verhältnis von unter zwei Tagen signalisiert zugleich, dass aktuell kein unmittelbares Risiko eines Short Squeeze im Markt gesehen wird.
Analysten mit breiter Spanne
Besonders auffällig ist die große Spannbreite der Analystenschätzungen zur Aktie. Die Kursziele reichen von sehr optimistisch bis nahe am aktuellen Kursniveau:
- Höchstes Kursziel: 10,50 AUD
- Durchschnittliches Kursziel: 7,55 AUD (theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 64 %)
- Niedrigstes Kursziel: 3,38 AUD
Die breite Spanne spiegelt die Unsicherheit rund um die Umsetzung des Projekts und die weitere Entwicklung des Lithium-Marktes wider. Berenberg bestätigt aktuell ein Buy-Rating mit einem Kursziel von 7,50 AUD.
Das nächste größere Update zum operativen Fortschritt und zur Mittelverwendung steht bereits fest: Am 24. März 2026 will Vulcan Energy die nächsten Geschäftszahlen vorlegen, inklusive weiterer Details zu Projektfortschritt und Cashburn im Zusammenhang mit Lionheart.
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