Vulcan Energy Aktie: Bau rückt näher
Nach dem Rückgang der vergangenen Woche bleibt die Stimmung bei Vulcan Energy verhalten. Der Kursdruck trifft sowohl Privatanleger als auch Institutionelle, obwohl zentrale Finanzierungsfragen inzwischen geklärt sind. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, ob das Unternehmen den Übergang von der Planung in die Bauphase des Lionheart-Projekts planmäßig umsetzen kann.
EGM-Votum stärkt Finanzierung
Am Montag hat Vulcan Energy eine außerordentliche Hauptversammlung (EGM) abgehalten und eine wichtige Beschlussvorlage durchgebracht. Die Aktionäre bestätigten rückwirkend eine bereits platzierte Kapitalerhöhung bei institutionellen Investoren mit einer Zustimmung von 83,36 %.
Diese nachträgliche Billigung ist Teil des bereits Ende 2025 gesicherten Finanzierungspakets über 2,2 Milliarden Euro, das Phase 1 des Lionheart-Projekts vollständig abdeckt. Die Eckdaten:
- Finanzierungspaket gesamt: 2,2 Mrd. € (rund 3,9 Mrd. A$)
- Geplante Kapazität: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat pro Jahr
- Potenzielle EV-Versorgung: Rohstoff für etwa 500.000 Elektrofahrzeuge jährlich
Mit der gesicherten Finanzierung schafft Vulcan die Grundlage, um den Projektfortschritt in Deutschland voranzutreiben.
Kurs schwächer trotz fehlender neuer Impulse
Die Aktie verlor gestern an der ASX 3,28 % und schloss bei 4,43 A$. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 4,42 A$ und 4,72 A$. Neue unternehmensseitige Nachrichten gab es nicht, der Rückgang spiegelt daher vor allem die Neubewertung der jüngsten Meldungen und der kurzfristigen Perspektiven wider.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 2,1 Mrd. A$. Nach der vorangegangenen 7,7-%-Woche deutet dies auf anhaltenden Druck hin, obwohl das Fundament der Projektfinanzierung steht.
Eigentümerstruktur im Überblick
Die Aktionärsbasis ist breit, aber mit deutlichen Schwerpunkten strukturiert:
- Privatanleger: 42 % und damit größte Gruppe
- Institutionelle Anleger: 28 %
- Top 12 Aktionäre: Zusammen 51 % der Anteile
- Größter Einzelaktionär: Hochtief Lithium Holding GmbH mit 15 %
- Insider-Bestand: Rund 159 Mio. A$ zum aktuellen Kursniveau
Die vergleichsweise hohe Konzentration bei den größten Anteilseignern kann den Kurs in beide Richtungen verstärken, wenn sich Erwartungen ändern.
ABB-Auftrag markiert Übergang in Bauphase
Operativ hat Vulcan Ende 2025 einen wichtigen Schritt vollzogen: Das Unternehmen vergab Aufträge über rund 46 Mio. € an ABB. Der Technologiekonzern tritt als Hauptauftragnehmer für die komplette elektrische Infrastruktur des Projekts auf. Abgedeckt werden unter anderem:
- Die Lithium-Extraktionsanlage
- Die zentrale Lithium-Anlage
- Bohr- und Förderstandorte des Lionheart-Projekts
Mit diesem Vertrag vollzieht Vulcan den Übergang von der Planungs- zur Umsetzungsphase seines integrierten Projekts aus erneuerbarer Energieerzeugung und Lithiumproduktion.
Analysten halten an positiver Einstufung fest
Berenberg bestätigte am 13. Januar sein Kauf-Votum für Vulcan Energy, senkte jedoch das Kursziel von 7,50 A$ auf 5,90 A$. Im Durchschnitt erwarten die beobachtenden Analysten derzeit einen Zielkurs von 8,08 A$, mit einer Spanne von 5,90 A$ bis 10,50 A$. Insgesamt liegen drei Kaufempfehlungen vor.
Damit bleibt der Analystenkonsens konstruktiv, auch wenn einzelne Häuser ihre Erwartungen anpassen.
Ausblick: Fokus auf Umsetzung
Mit der gesicherten Finanzierung und dem ABB-Vertrag rückt die Bau- und Umsetzungsphase des Lionheart-Projekts klar in den Vordergrund. Der nächste feste Termin für den Markt ist die Veröffentlichung der Zahlen für das vierte Quartal 2025, die bis Ende März erwartet wird. Entscheidend werden dann konkrete Fortschrittsberichte von der Baustelle und das Erreichen definierter Bau-Meilensteine sein, an denen sich die aktuelle Bewertung des Projekts messen lassen muss.
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