Am 19. März legt Vonovia seinen Geschäftsbericht für 2025 vor – und damit die erste vollständige Bilanz unter dem neuen CEO Luka Mucic. Der Markt wartet nicht nur auf Zahlen, sondern auf Klarheit: Kann das Unternehmen seinen Sanierungskurs überzeugend belegen?

Operative Fortschritte, aber Schulden im Fokus

Die Ausgangslage ist nicht ohne Substanz. In den ersten neun Monaten 2025 stieg das bereinigte EBITDA im Kernmietgeschäft um 2,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro – obwohl das Portfolio um rund 9.000 Wohneinheiten schrumpfte und die Instandhaltungskosten stiegen. Das bereinigte EBITDA gesamt legte sogar um 6,4 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr 2025 peilt Vonovia rund 2,8 Milliarden Euro an – eine Prognose, die der Konzern zuletzt bestätigt hat.

Für 2026 sind die Ziele ambitionierter: Das Management erwartet ein bereinigtes EBITDA von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro, ein Wachstumsschritt von rund 200 Millionen Euro gegenüber 2025. Ob die Basis dafür trägt, wird der Märzbericht zeigen müssen.

Ein weiteres Signal kam bereits im November 2025: Vonovia platzierte drei Eurobond-Serien über insgesamt 2,25 Milliarden Euro zu durchschnittlich 3,96 Prozent – die Emission war 3,4-fach überzeichnet. Das Verhältnis von Nettoschulden zum operativen Gewinn sank von 15,1 auf 14,0, der operative Cashflow stieg um 27 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Die Richtung stimmt, doch die absolute Schuldenlast bleibt im aktuellen Zinsumfeld der entscheidende Bewertungsfaktor.

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Charttechnik trübt das Bild

Während der Markt auf den Berichtstermin wartet, gerät die Aktie charttechnisch unter Druck. Anfang März rutschte der Kurs unter die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 26,58 Euro verläuft – der Abstand beträgt knapp vier Prozent. Zuletzt notiert die Aktie bei 25,54 Euro, rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 30,25 Euro. Der RSI von 37,3 deutet auf eine schwache Marktverfassung hin, ohne dass bereits überverkaufte Niveaus erreicht wären.

Hinzu kommt der strukturelle Gegenwind: Wohnimmobilienkonzerne wie Vonovia reagieren sensibel auf Zinserwartungen, und Kostentreiber durch Energiepreise sowie ESG-Auflagen lassen sich nur begrenzt auf Mieter umlegen.

Der Geschäftsbericht am 19. März wird zur ersten echten Standortbestimmung unter Mucic. Gelingt es dem Management, Schuldenabbau und Ergebnisziele überzeugend zu untermauern, dürfte das die aktuelle Zurückhaltung der Anleger merklich reduzieren. Bleibt die Klarheit aus, dürfte der Kurs den Druck spüren. Die Hauptversammlung folgt am 21. Mai 2026.

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