Vonovia präsentiert für das abgelaufene Jahr einen Nettogewinn von 3,72 Milliarden Euro und erhöht die Dividende. Dennoch notiert das Papier mit aktuell 21,56 Euro nur knapp über dem erst am Montag markierten 52-Wochen-Tief von 21,22 Euro. Verantwortlich für diese Diskrepanz ist eine Mischung aus geopolitischen Eskalationen und dem taktischen Rückzug eines wichtigen Großaktionärs.

Makroökonomischer Gegenwind und DWS-Rückzug

Der Abwärtsdruck resultiert primär aus dem anhaltenden Iran-Krieg. Ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise – die Sorte Brent verteuerte sich zeitweise um zehn Prozent an einem einzigen Tag – schürt neue Inflationsängste am Markt. Das dämpft die Hoffnungen auf baldige Leitzinssenkungen massiv. Für kapitalintensive Immobilienkonzerne bedeuten anhaltend hohe Zinsen teurere Refinanzierungen und Druck auf die Portfoliobewertungen.

Zusätzlich belastet eine aktuelle Pflichtmitteilung die ohnehin fragile Stimmung. Die Fondstochter der Deutschen Bank, DWS Investment GmbH, hat rund 24,85 Millionen Aktien abgestoßen. Damit reduziert sich ihre Beteiligung an dem Wohnungsriesen auf 2,95 Prozent, womit die wichtige Drei-Prozent-Meldeschwelle unterschritten wurde.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Vonovia?

Operative Stärke als Kontrastprogramm

Abseits der makroökonomischen Störfeuer liefert das Kerngeschäft belastbare Argumente. Bei einer Vermietungsquote von 97,9 Prozent verzeichnete der Konzern ein organisches Mietwachstum von 4,1 Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 2,8 Milliarden Euro.

Aktionäre sollen an dieser Entwicklung durch eine vorgeschlagene Dividende von 1,25 Euro je Anteilsschein partizipieren, worüber die Hauptversammlung am 21. Mai 2026 in Bochum abstimmt. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem weiteren leichten Anstieg des operativen Ergebnisses auf bis zu 3,05 Milliarden Euro.

Analysten passen Ziele an

Trotz des eingetrübten Zinsumfelds halten große Investmentbanken an ihren positiven Grundannahmen fest, nahmen jedoch Anpassungen bei den konkreten Zielmarken vor:

  • Berenberg: 38,00 Euro
  • JPMorgan: 34,50 Euro
  • UBS: 34,00 Euro
  • Goldman Sachs: 32,10 Euro

Um die Bilanz gegen das widrige Zinsumfeld weiter abzusichern, setzt das Management nun konkrete Entschuldungsschritte um. Bis Ende 2028 soll der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value) durch gezielte Immobilienverkäufe im Volumen von fünf Milliarden Euro von zuletzt 45,4 Prozent auf 40 Prozent sinken.

Vonovia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vonovia-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:

Die neusten Vonovia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vonovia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vonovia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...