Vonovia Aktie: Bericht rückt näher
Bei Vonovia spitzt sich die Lage auf einen Termin zu: Am 19. März legt der Konzern den Geschäftsbericht 2025 vor. Bis dahin versucht das Management, Großanleger mit mehr Klarheit zu Schulden und Dividende abzuholen – genau dort sitzen derzeit die wichtigsten Stellschrauben für die Bewertung. Gleichzeitig sorgt eine freundliche Mischung aus fallenden Renditen und soliden operativen Kennzahlen für Rückenwind.
Heute notiert die Vonovia-Aktie bei 28,71 Euro und liegt damit seit Jahresanfang rund 19% im Plus. Das bringt den Titel wieder in Schlagdistanz zum 52‑Wochen‑Hoch bei 30,25 Euro.
Fokus der Investoren: Verschuldung und Dividende
Vor dem Bilanztermin intensiviert Vonovia den Austausch mit institutionellen Investoren, unter anderem auf der ING Real Estates Conference in Brüssel. Im Mittelpunkt stehen zwei Punkte: die Entwicklung der Verschuldungskennzahlen und der Ausblick auf die Dividendenpolitik. Beide Themen gelten als zentrale Kurstreiber, weil sie direkt mit der finanziellen Stabilität und dem finanziellen Spielraum des Unternehmens verknüpft sind.
Auch personell markiert 2026 einen Umbruch: Luka Mucic ist seit Januar 2026 Vorstandschef. Zusätzlich steht ein Abgang im Management an: Chief Development Officer Daniel Riedl verlässt das Unternehmen zum 31. Mai 2026.
Operativ stabil – Prognose für 2026 steht
Aus den zuletzt berichteten operativen Eckdaten (9M 2025) lassen sich zwei Botschaften ableiten: Der Cashflow legte deutlich zu, und das Vermietungsgeschäft blieb stabil.
- Operating Free Cashflow: plus 27,4% auf 1,475 Mrd. Euro
- Bereinigtes EBITDA (fortgeführte Geschäftsbereiche): plus 6,4% auf 2,114 Mrd. Euro
- Leerstandsquote: stabil bei 2,2%
- Organisches Mietwachstum: 4,2% (davon 2,8% marktbedingt)
Für 2026 stellt Vonovia ein Adjusted EBITDA von 2,95 bis 3,05 Mrd. Euro sowie ein Adjusted EBT von 1,9 bis 2,0 Mrd. Euro in Aussicht. Die Spanne impliziert gegenüber 2025 einen EBITDA-Anstieg um rund 200 Mio. Euro.
Eine Einschätzung lieferte zudem Morgan Stanley: Die Bank stufte die Aktie am 19. Februar von „Underweight“ auf „Equal-Weight“ hoch und nannte ein Kursziel von 30 Euro. Als Pluspunkte wurden das regulierte Mietportfolio sowie Entschuldungspotenzial unter dem neuen CEO genannt – gleichzeitig verwies die Bank aber auch auf Risiken wie hohe Verschuldung, geringe Eigenkapitalrendite und Unklarheiten bei Definitionen einzelner Kennzahlen.
Zinsen als Rückenwind – aber der Datenpunkt zählt
Das Makrobild spielt dem Sektor in die Karten: Europäische Anleiherenditen sind zuletzt gesunken, was für verschuldungsintensive Immobilienkonzerne besonders relevant ist. Dazu kommen laut Quelltext eine stabile Inflation um zwei Prozent und Umschichtungen in europäische Schuldtitel, die Renditen zusätzlich drücken können. Operativ stützt die Wohnraumknappheit in Ballungszentren die Nachfrage.
Doch reicht das, um den jüngsten Kursanstieg zu untermauern? Der entscheidende Prüfstein ist der 19. März: Dann geht es um die Belastbarkeit der Ziele, um Aussagen zu Schulden und Dividendenlinie – und darum, ob der Markt dem Konzern die Prognose für 2026 abnimmt.
Am 19. März dürfte sich deshalb vor allem entscheiden, ob Vonovia die erwartete Ergebnisentwicklung für 2026 überzeugend verankert und damit die Basis legt, den Bereich nahe 30 Euro wieder ernsthaft ins Visier zu nehmen.
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