Volkswagen Aktie: Wachstumschancen beleuchtet
Der VW-Konzern liefert gleich auf mehreren Ebenen Gesprächsstoff: Personalstabilität an der Spitze des Aufsichtsrats, Turbulenzen im Formel-1-Projekt und ein strukturell schwieriger werdendes Marktumfeld. Das Bild ist uneinheitlich.
Pötsch bleibt – Kontinuität in unsicheren Zeiten
Hans Dieter Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitzender bleiben. Der Nominierungsausschuss hat den 74-jährigen Österreicher zur Wiederwahl vorgeschlagen. Auf der Hauptversammlung am 18. Juni 2026 entscheiden die Aktionäre endgültig. Pötsch selbst erklärte, er wolle den Konzern durch herausfordernde Zeiten „wetterfest" aufstellen. Seit Oktober 2015 führt er das Kontrollgremium – davor war er zwölf Jahre lang Finanzvorstand.
Für den Kurs dürfte die Personalie kaum unmittelbare Auswirkungen haben. Märkte mögen Kontinuität, gerade in einem Umfeld, das ohnehin genug Belastungsfaktoren bereithält.
Audi-Formel-1-Team verliert seinen Teamchef
Weniger ruhig läuft es bei der VW-Tochter Audi. Nach gerade einmal zwei Saisonrennen verlässt Teamchef Jonathan Wheatley den Rennstall mit sofortiger Wirkung. Mattia Binotto, der das gesamte Formel-1-Projekt von Audi leitet, übernimmt nun zusätzlich dessen Aufgaben. Der 56-Jährige kennt das Umfeld: Er war bereits Teamchef bei Ferrari.
Der Abgang trifft Audi in einer sensiblen Phase. Wheatley hatte die Führungsrolle erst vor knapp einem Jahr übernommen, als das Team noch unter dem Namen Sauber antrat. In der Formel 1 wird spekuliert, dass er zu Aston Martin wechselt. Die VW-Aktie reagierte im Xetra-Handel mit einem kleinen Minus von rund 0,6 Prozent auf 85,20 Euro – ein überschaubarer Ausschlag, aber ein weiteres Fragezeichen für ein Projekt, das ohnehin unter Beobachtung steht.
China dreht das Verhältnis um
Der strukturell gravierendste Befund kommt aus einer aktuellen EY-Analyse: Die EU-Importe von Autos und Autoteilen aus China überstiegen 2025 erstmals die Exporte in die Volksrepublik. Auf europäischer Ebene lagen die Importe bei 22 Milliarden Euro, die Exporte nur noch bei 16 Milliarden – ein Rückgang von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2022 haben sich die EU-Ausfuhren nach China mehr als halbiert.
Für Deutschland konkret: Die Kfz-Exporte in die Volksrepublik sanken von rund 30 Milliarden auf 13,6 Milliarden Euro, die Importe stiegen gleichzeitig auf 7,4 Milliarden Euro. Laut EY könnten sich Importe und Exporte bereits 2026 die Waage halten. Bislang haben VW, BMW und Mercedes-Benz ihre Marktanteile in Deutschland gehalten – auf anderen europäischen Märkten gewinnen chinesische Hersteller jedoch spürbar an Boden.
Die Branche reagiert mit Stellenabbau. 2025 gingen in der deutschen Automobilindustrie rund 50.000 Jobs verloren, der Beschäftigungsstand fiel auf rund 725.000 – den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Im VW-Konzern laufen entsprechende Programme bereits. Das Marktumfeld bleibt anspruchsvoll.
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