Die Jahreszahlen 2025 sind geprüft, die Guidance für 2026 bestätigt — und Valneva schaut trotzdem vor allem in eine Richtung: auf den bevorstehenden Phase-3-Readout für den Lyme-Impfstoffkandidaten VLA15. Das Ergebnis eines Unternehmens, das sein laufendes Geschäft konsequent optimiert, um für diesen einen Datenpunkt gerüstet zu sein.

Zahlen 2025: Optik trügt

Der Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro klingt zunächst alarmierend — verglichen mit lediglich 12,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Unterschied erklärt sich jedoch fast vollständig durch einen Einmaleffekt: 2024 hatte Valneva einen Priority Review Voucher für IXCHIQ® verkauft und dabei 90,8 Millionen Euro Nettogewinn verbucht. Dieser Effekt fehlte 2025 schlicht.

Der Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro bewegte sich im Rahmen der Prognose. Beim genaueren Blick zeigt sich ein bewusst gesteuerter Rückbau: Die Drittanbieter-Produktumsätze sanken planmäßig um 42 Prozent, während die Eigenmarken zulegen konnten. IXIARO®/JESPECT® wuchs um 4,6 Prozent auf 98,4 Millionen Euro, IXCHIQ® verdoppelte seinen Umsatz auf 8,4 Millionen Euro — getragen unter anderem durch die Bekämpfung eines Chikungunya-Ausbruchs auf La Réunion.

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Belastungen, die man kennen sollte

Nicht alles lief reibungslos. Die Bruttomarge für DUKORAL® fiel auf 33,3 Prozent, nachdem Chargenausfälle im vierten Quartal das Ergebnis belasteten. Bei IXCHIQ® war die Bruttomarge negativ — Abschreibungen auf Vorräte von 8,5 Millionen Euro, überwiegend im Zusammenhang mit der Kündigung des Liefervertrags mit dem Serum Institute of India, drückten die Zahlen.

Hinzu kommt ein regulatorisches Problem: Nach einer FDA-Inspektion kann die Behörde die Almeida-Produktionsstätte für IXIARO® derzeit nicht genehmigen. Valneva arbeitet an der Behebung der beanstandeten Punkte; der US-Markt wird vorerst weiter vom Standort Manson beliefert.

VLA15: Der eigentliche Prüfstein

Positiv entwickelte sich die Liquiditätssteuerung. Der operative Cash-Burn sank 2025 auf 52,9 Millionen Euro — nach 67,2 Millionen im Vorjahr und noch 202,7 Millionen Euro im Jahr 2023. Das Unternehmen schloss das Jahr mit 109,7 Millionen Euro Liquidität ab und hat seine Schulden erfolgreich refinanziert.

Für 2026 erwartet Valneva einen Gesamtumsatz zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Das eigentliche Gewicht liegt jedoch auf der Pipeline. Der Phase-3-Readout für VLA15 wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Bei positiven Ergebnissen plant Partner Pfizer anschließende Zulassungsanträge — und Valneva könnte anfängliche Meilensteinzahlungen von 143 Millionen US-Dollar sowie Umsatzroyalties von 14 bis 22 Prozent erhalten. Reicht das VLA15-Ergebnis aus, um eine Zulassung zu rechtfertigen, würde es das Unternehmen fundamental neu bewerten. Das Produktportfolio aus drei zugelassenen Reiseimpfstoffen finanziert bis dahin die klinische Arbeit — mehr, aber auch nicht weniger.

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