Um auf dem wichtigsten Automarkt der Welt nicht den Anschluss zu verlieren, wirft der Wolfsburger Konzern seine bisherige Technologiearchitektur über Bord. Mit dem Produktionsstart des neuen Elektro-SUV ID. UNYX 08 setzt das Unternehmen erstmals auf lokale chinesische Halbleiter. Dieser strategische Schwenk markiert den Auftakt zur größten Produktoffensive der Konzerngeschichte und reagiert direkt auf veränderte Kundenbedürfnisse in Asien.

Bisher verließen sich westliche Autobauer oft auf etablierte globale Zulieferer. Jetzt rollt das neue SUV-Modell mit dem Turing-Chip des chinesischen Herstellers Xpeng vom Band. Zusätzlich entwickelt das Joint Venture Carizon gemeinsam mit Horizon einen eigenen fortschrittlichen Automotive-Chip, der in wenigen Jahren einsatzbereit sein soll. Der Grund für diesen Schnitt liegt im rasanten Wandel des Kaufverhaltens. Chinesische Kunden fordern hochgradig intelligente Fahrzeuge. Die etablierte Marke allein zieht nicht mehr, stattdessen rücken smarte Features und autonomes Fahren auf Level 3 in den Mittelpunkt.

Massive Investitionen belasten die Bilanz

Dieser Umbau zum Software- und Technologiekonzern kostet enorm viel Geld und drückt auf die Ergebnisse. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach der operative Gewinn um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. US-Zölle, Preisdruck im Massenmarkt und die teure Neuausrichtung der Produktstrategie belasten die Margen schwer. Diese fundamentalen Schwierigkeiten spiegeln sich deutlich an der Börse wider. Mit einem aktuellen Kurs von 87,86 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Minus von über 17 Prozent. Einen wichtigen Stabilitätsanker bildet derzeit lediglich die Premiumtochter Audi, die mit einem jüngsten Gewinnsprung die Schwächen im Volumengeschäft zumindest teilweise abfedert.

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Konkreter Fahrplan für die Aufholjagd

Um das Ruder im asiatischen Raum herumzureißen, drückt das Management nun massiv aufs Tempo. Allein im Jahr 2026 bringt Volkswagen 20 neue Modelle mit Batterie- oder Hybridantrieb auf die chinesischen Straßen. Bis 2030 wächst diese Flotte auf 50 neue Fahrzeuge an, wovon 30 rein elektrisch angetrieben werden. Finanziell peilt der Vorstand für das laufende Jahr ein leichtes Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent an. Die operative Rendite soll dabei wieder auf 4,0 bis 5,5 Prozent klettern. Das Erreichen dieser finanziellen Vorgaben ist direkt an den Absatzerfolg der neuen, lokal vernetzten Modelle geknüpft.

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