Volkswagen fährt die Investitionen in seine Batterietochter PowerCo drastisch zurück. Der ursprünglich veranschlagte Fünfjahresplan über 15 Milliarden Euro wird um mehr als ein Drittel zusammengestrichen – künftig sollen weniger als 10 Milliarden Euro fließen. Die Begründung: hoher Kapitalbedarf und schleppende Nachfrage bei Elektrofahrzeugen. PowerCo muss sich nun verstärkt um externe Finanzierungsquellen bemühen, statt weiter aus der Konzernkasse bedient zu werden.

Die zentralen Maßnahmen:

  • Investitionskürzung: PowerCo-Budget schrumpft von 15 Mrd. € auf unter 10 Mrd. €
  • Personalabbau: 25.000 Mitarbeiter haben Ausstiegsvereinbarungen unterzeichnet
  • Standort Dresden: Fahrzeugproduktion wird eingestellt, Umbau zum Forschungszentrum
  • Fixkostenreduktion: Werke Wolfsburg, Emden und Zwickau bereits um durchschnittlich 30% entlastet

Dresden-Werk wird Forschungsstandort

Die "Gläserne Manufaktur" in Dresden verliert ihren Status als Produktionsstätte. Künftig soll der Standort als Forschungszentrum für neue Technologien dienen. Das Ende der Fahrzeugfertigung markiert einen symbolträchtigen Einschnitt für den prestigeträchtigen Standort.

Parallel dazu zeigt der Personalabbau bereits Wirkung. Von den im Dezember 2024 vereinbarten 35.000 Stellen bis 2030 haben 25.000 Mitarbeiter bereits Aufhebungsverträge oder Vorruhestandsregelungen akzeptiert. Markenchef Thomas Schäfer bestätigte die deutliche Kostenentlastung in den betroffenen Werken.

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S&P setzt Ausblick auf "Negativ"

Die Ratingagentur S&P Global reagierte am Donnerstag mit einer Herabsetzung des Ausblicks auf "Negativ". Grund sind langsamer als erwartete Verbesserungen der Kreditkennzahlen. Für den hoch verschuldeten Konzern bedeutet dies erhöhtes Risiko bei der Refinanzierung, sollte sich die finanzielle Performance nicht stabilisieren.

CFO Arno Antlitz drängte auf dem jüngsten Management-Treffen in Berlin auf strikte Ausgabendisziplin, um die Margen im E-Auto-Geschäft zu verteidigen. Die Spannung zwischen Sparzwang und Investitionsbedarf bleibt hoch.

Lithium-Investment trotz Sparkurs

Trotz der einschneidenden Sparmaßnahmen investiert Volkswagen weiter strategisch in die Rohstoffsicherung. Die Volkswagen Finance Luxemburg S.A. beteiligte sich am 18. Dezember an einer Kapitalerhöhung von PMET Resources Inc. und zeichnete knapp 90.000 Aktien des Lithium-Explorers. Der Konzern sichert damit die Lieferkette für kritische Mineralien ab – auch wenn an anderer Stelle massiv gekürzt wird.

Günstige Bewertung mit Fragezeichen

Mit einem KGV von 7,7 liegt die Volkswagen Aktie deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 18,7. Die operative Realität dämpft jedoch die Fantasie: Der Konzern liefert zwar die geforderten Strukturmaßnahmen, der Beweis einer nachhaltigen Margenverbesserung steht aber noch aus. Das negative Rating-Signal von S&P unterstreicht die verbleibenden Risiken bei der finanziellen Stabilisierung.

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