Der Wolfsburger Autokonzern steht vor einem Scherbenhaufen: Ausgerechnet die prestigeträchtigen Premiummarken, einst der goldene Ertragsbringer, brechen dramatisch ein. Audi, Lamborghini und Bentley - die Kronjuwelen des Konzerns - verzeichnen einen Gewinncrash von 45 Prozent. Dazu kommen Milliardenkosten durch US-Zölle und ein China-Geschäft im Krisenmodus. Kann der radikale Sparkurs das Ruder noch herumreißen?

Premiummarken im freien Fall

Die Zahlen sind brutal: Das Luxussegment, traditionell der Gewinngarant von Volkswagen, erzielte nur noch 1,1 Milliarden Euro Gewinn - ein Minus von fast der Hälfte. Noch dramatischer: Die operative Marge schrumpfte auf magere 3,3 Prozent zusammen.

Die harten Fakten zum Absturz:

  • Gewinneinbruch bei Audi, Lamborghini, Bentley & Ducati: -45%
  • Operative Marge nur noch bei 3,3%
  • Verlust der Rolle als stabiler Gewinnanker

Doppelschlag aus den USA

Während die Premiumsparte implodiert, schlagen externe Schocks zu: US-Zölle kosten Volkswagen satte 1,2 Milliarden Euro. Das US-Geschäft bricht um 16 Prozent ein - ein Alarmsignal für die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen in Schlüsselmärkten.

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Notfall-Programm: 15 Milliarden Euro Einsparziel

Das Management reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Krise. Ein 15-Milliarden-Euro-Sparkurs soll den Konzern stabilisieren:

  • 10.000 Mitarbeiter haben bereits das Unternehmen verlassen
  • Abfindungen und Restrukturierungskosten belasten die Bilanz zusätzlich
  • Auch Porsche und die Software-Tochter Cariad sind vom Stellenabbau betroffen

China-Strategie gegen lokale Konkurrenz

Hoffnung keimt im Reich der Mitte auf: Die "In China, für China"-Strategie soll ab 2025 mit speziell entwickelten Modellen gegen die starke lokale E-Auto-Konkurrenz antreten. Immerhin punkten die Verbrenner-Modelle der Kernmarke wieder.

Trotz der Turbulenzen hält die Deutsche Bank an ihrer Kaufempfehlung fest und setzt das Kursziel bei 125 Euro an. Die Analysten argumentieren: Die soliden Kernergebnisse sollten nicht von Sondereffekten wie den Zöllen überschattet werden. Ob diese Einschätzung die Realität trifft, wird sich zeigen müssen.

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