Nach einem historisch schwachen Geschäftsjahr bläst Europas größter Autobauer zur Aufholjagd. Mit einer massiven Modelloffensive und lokaler Technologie in China will der Konzern den heftigen Gewinneinbruch aus dem Vorjahr hinter sich lassen. Im Zentrum der Strategie steht dabei eine neue Generation erschwinglicher Elektroautos, die bereits im April ihre erste Bewährungsprobe feiert.

Schwache Basis, ambitionierte Ziele

Die Ausgangslage für diesen Strategiewechsel ist denkbar ungünstig. Der operative Gewinn brach 2025 um 53,5 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit der Dieselkrise und drückte die Rendite auf magere 2,8 Prozent. Entsprechend müssen Aktionäre eine um rund 17 Prozent gekürzte Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie hinnehmen.

Für das laufende Jahr 2026 hat das Management folgende finanzielle Kernziele definiert:
- Umsatzwachstum: 0 bis 3 Prozent
- Operative Umsatzrendite: 4,0 bis 5,5 Prozent
- Netto-Cashflow: 3 bis 6 Milliarden Euro
- Nettoliquidität (Automobilsparte): 32 bis 34 Milliarden Euro

Neue Modelle sollen es richten

Um diese Vorgaben in einem von geopolitischen Spannungen und hohem Wettbewerbsdruck geprägten Umfeld zu erreichen, setzt Volkswagen auf neue Produkte. Mitte April feiert der ID.3-Nachfolger unter dem Namen ID.3 Neo seine Weltpremiere. Das Kompaktmodell bringt eine aktualisierte Softwarearchitektur und Funktionen wie das rekuperierende "One Pedal Driving" mit. Für den Herbst 2026 ist zudem der ID. Cross geplant. Dieser soll mit einem Einstiegspreis von rund 28.000 Euro gezielt preissensible Käufer in Europa ansprechen.

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Noch aggressiver fällt die Expansion in China aus. Dort plant der Konzern allein in diesem Jahr die Einführung von 20 neuen Batterie- oder Hybridmodellen. Ein zentraler Baustein ist der gerade angelaufene ID. UNYX 08, der auf Fahrerassistenz-Chips des lokalen Partners Xpeng zurückgreift.

Charttechnik bleibt angespannt

Am Kapitalmarkt überwiegt derweil die Skepsis. Bei einem aktuellen Kurs von 86,00 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von 18,94 Prozent. Damit notiert der Titel weiterhin deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 97,39 Euro, was die anhaltend angespannte charttechnische Lage unterstreicht.

Die anstehende Weltpremiere des ID.3 Neo im April liefert den ersten echten Härtetest für die neue Modellstrategie. Gelingt es dem Konzern, mit den neuen Elektro-Kompaktwagen Marktanteile zurückzuerobern und die anvisierte operative Marge von mindestens 4 Prozent zu realisieren, rückt eine charttechnische Bodenbildung der Aktie in greifbare Nähe.

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