Strafzölle in den USA reißen tiefe Löcher in die Kassen von Europas größtem Autobauer. Während Volkswagen im Heimatmarkt bei Elektroautos an Tesla vorbeizieht, kosteten die amerikanischen Einfuhrhürden den Konzern zuletzt Milliarden. CEO Oliver Blume stellt nun sogar geplante Großinvestitionen infrage.

Milliardenlast erzwingt strategisches Umdenken

Die nackten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres belegen das Ausmaß der Belastung. Das operative Ergebnis brach 2025 um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein. Hauptverantwortlich dafür waren die US-Importzölle, die das Unternehmen allein in den ersten neun Monaten rund 2,1 Milliarden Euro kosteten. Konzernchef Blume zieht Konsequenzen und stellt den Bau eines neuen Audi-Werks in den USA zur Disposition, solange die Abgaben unverändert hoch bleiben. Laut Bloomberg-Analysten könnten die Aufschläge von 25 Prozent auch die operativen Gewinne für das laufende Jahr 2026 um ein Viertel schmälern.

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An der Börse spiegelt sich diese angespannte Gesamtlage deutlich wider. Die Vorzugsaktie verlor seit Jahresanfang fast 18 Prozent an Wert und ging gestern bei 87,14 Euro aus dem Handel.

Elektro-Offensive gegen den Margendruck

Als Antwort auf die schwindende Profitabilität forciert der Konzern den Ausbau im günstigen Volumensegment. Mit dem ID.Polo für rund 25.000 Euro und dem für Herbst 2026 geplanten Kompakt-SUV ID.Cross rollt Volkswagen eine neue Elektro-Offensive aus. In Europa geht diese Strategie bereits auf: Hier verzeichnete die Marke zuletzt ein Verkaufsplus von 50 Prozent bei E-Autos und verdrängte Tesla von der Spitzenposition.

Auf dem wichtigen chinesischen Markt herrscht hingegen weiterhin Gegenwind. Um dort Boden gutzumachen, startete im laufenden Monat die Produktion des ID.UNYX 08, der auf Technologie des lokalen Partners Xpeng basiert. Insgesamt plant der Autobauer, im Jahr 2026 zwanzig neue Modelle in China auf den Markt zu bringen.

Konkrete Vorgaben für 2026

Für das laufende Jahr rechnet die Konzernführung mit einem leichten Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent und einer operativen Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent – strikt unter der Prämisse, dass sich die internationalen Zollsätze nicht weiter verschärfen. Aktionäre erhalten für das schwierige Jahr 2025 eine Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie, die nach der Hauptversammlung am 18. Juni ausgeschüttet wird.

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