Der Wolfsburger Autokonzern macht bei der Neuausrichtung seiner Fahrzeugsoftware ernst und meldet einen wichtigen Erfolg aus dem Joint Venture mit Rivian. Erfolgreiche Härtetests der neuen Architektur in Schweden und den USA machen nun allerdings die nächste gewaltige Zahlung an den US-Partner fällig. Investoren blicken angesichts der hohen Entwicklungskosten mit gemischten Gefühlen auf den technologischen Fortschritt.

Härtetest bestanden, Zahlung ausgelöst

Das Gemeinschaftsunternehmen „RV Tech“ hat die mehrmonatigen Validierungstests seiner zonalen Elektronikarchitektur unter Extrembedingungen abgeschlossen. Mit Referenzfahrzeugen der Marken VW, Audi und der neuen US-Marke Scout wurde das System im nordschwedischen Arjeplog sowie im US-Bundesstaat Arizona auf Herz und Nieren geprüft. Der technologische Ansatz reduziert die Anzahl der Steuergeräte und verkürzt Kabelstränge erheblich, was künftig die Produktionskomplexität und die Kosten von Elektroautos spürbar senken soll.

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Mit dem Erreichen dieses Meilensteins überweist Volkswagen nun rund eine Milliarde US-Dollar an Rivian. Diese Tranche ist Teil des im November 2024 beschlossenen Gesamtpakets von bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar. Bereits im Juni 2025 war eine erste Milliarde geflossen. Um das gewonnene Wissen dauerhaft im eigenen Haus zu verankern, startet der Konzern im Mai ein spezielles Qualifizierungsprogramm für Software-Spezialisten im kalifornischen Palo Alto.

Fokus auf den Massenmarkt

Die Früchte dieser amerikanisch-deutschen Zusammenarbeit sollen ab 2027 auf die Straße kommen. Dann plant Volkswagen den Marktstart des ID.Every1, eines Einstiegsstromers für rund 20.000 Euro, der maßgeblich auf der neuen Plattform basieren wird. Später werden auch Premiummarken wie Porsche und Audi die Architektur nutzen. Parallel treibt der Konzern das Asiengeschäft voran: Gestern startete in China der Vorverkauf für das E-SUV ID.UNYX 08, das aus der separaten Kooperation mit Xpeng hervorgeht.

Am Kapitalmarkt sorgt der teure Technologietransfer kurzfristig für Zurückhaltung. Die Volkswagen-Aktie verabschiedete sich am Freitag mit einem Minus von 1,26 Prozent bei 86,04 Euro ins Wochenende. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf fast 19 Prozent. Anleger wägen derzeit die langfristigen Chancen der dringend benötigten Software-Modernisierung gegen die massiven, unmittelbaren Kapitalabflüsse ab.

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