SoftBank Aktie: Zwischen IPO-Erfolg und Schuldenlast
Der PayPay-Börsengang ist abgeschlossen — und das mit Bravour. Die Underwriter haben ihre Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt, womit insgesamt rund 63,2 Millionen American Depositary Shares platziert wurden. PayPay selbst erlöste netto rund 94,6 Milliarden Yen (etwa 603 Millionen Dollar). Gleichzeitig drückt SoftBank das Gaspedal bei seiner KI-Strategie durch — mit einem Brückenkredit in Rekordhöhe.
PayPay: Größter US-Börsengang eines japanischen Unternehmens seit zehn Jahren
Am ersten Handelstag legte die PayPay-Aktie um 14 Prozent zu und schloss bei 18,16 Dollar — deutlich über dem Ausgabepreis von 16 Dollar. Das bewertet den japanischen Zahlungsdienstleister mit 12,1 Milliarden Dollar. Seit dem Start 2018 hat PayPay 72 Millionen Nutzer gewonnen, was etwa der Hälfte der japanischen Bevölkerung entspricht. Rund 20 Prozent aller bargeldlosen Zahlungen in Japan laufen über die Plattform.
Für SoftBank und seine Telekommunikationstochter, die gemeinsam die Mehrheit an PayPay halten, stärkt das Listing die US-Präsenz und liefert frisches Kapital zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt.
40 Milliarden Dollar für OpenAI — und die Ratingagenturen schauen genau hin
Parallel zum IPO-Abschluss bestätigte SoftBank einen unbesicherten Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Kreditgeber sind JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Mizuho Bank, SMBC und MUFG. Der Löwenanteil — 30 Milliarden Dollar — fließt in eine weitere Investitionsrunde bei OpenAI. Damit steigt SoftBanks Gesamtengagement beim ChatGPT-Entwickler auf über 60 Milliarden Dollar.
S&P Global reagierte mit einer Änderung des Ausblicks für SoftBank von „stabil" auf „negativ". Die Ratingagentur bestätigte zwar das „BB+"-Rating, warnte aber, die zusätzliche OpenAI-Investition könnte die Liquidität belasten und die Kreditqualität der Vermögenswerte verschlechtern. Nach der Transaktion würde OpenAI rund 30 Prozent von SoftBanks Investitionsportfolio ausmachen — genauso viel wie der Chipdesigner Arm. Das Gesamtportfolio soll dann auf über 320 Milliarden Dollar anwachsen.
SoftBanks CFO räumte öffentlich ein, dass die Loan-to-Value-Ratio — zuletzt von 16,5 auf 20,6 Prozent gestiegen — die selbst gesetzte Obergrenze vorübergehend überschreiten wird.
Rückzahlung hängt am OpenAI-IPO
Die kurze Laufzeit des Brückenkredits von nur zwölf Monaten ist kein Zufall. Marktbeobachter werten die Struktur als Indiz, dass die beteiligten Banken mit einem OpenAI-Börsengang noch im Jahr 2026 rechnen. S&P hat signalisiert, den Ausblick wieder auf „stabil" zu heben, sofern SoftBank durch Asset-Verkäufe und IPOs — ausdrücklich genannt wird OpenAI — seine Liquidität verbessert und die Loan-to-Value-Ratio zurückführt. Der PayPay-Erlös ist dabei ein erster Baustein, der Großteil der Rückzahlungslast hängt jedoch am Timing des OpenAI-Listings.
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