Volkswagen Aktie: Dämpfer aus USA
Volkswagen sendet am heutigen Donnerstag widersprüchliche Signale an die Märkte. Während die LKW-Tochter MAN mit einer langfristigen Einigung zum Stellenabbau für interne Planungssicherheit sorgt, platzt in Nordamerika ein strategischer Traum. Ausgerechnet der als Imageträger positionierte ID. Buzz offenbart dort fundamentale Schwächen, die Zweifel an der kurzfristigen US-Expansion wecken.
- US-Rückschlag: Produktionsstopp für den ID. Buzz (Modelljahr 2026) in den USA.
- Lichtblick MAN: Sozialverträglicher Abbau von 2.300 Stellen vereinbart.
- Analysten-Echo: Bank of America bestätigt Kaufempfehlung trotz gemischter Lage.
E-Mobilität: Realitätscheck in Übersee
Die Zahlen von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen globalem Wachstum und lokalen Problemen. Zwar verdoppelten sich die weltweiten Auslieferungen von reinen Elektrofahrzeugen auf 65.900 Einheiten, doch der strategisch wichtige US-Markt bremst die Euphorie.
Der Konzern stoppt die Produktion und den Verkauf des ID. Buzz für das US-Modelljahr 2026. Der Grund liegt in den harten kommerziellen Fakten: Mit weniger als 5.000 verkauften Einheiten in den ersten neun Monaten 2025 blieb der "E-Bulli" weit hinter den Erwartungen zurück. Hohe Preise und fehlende Förderfähigkeit durch die Produktion in Hannover ließen die Nachfrage einbrechen. Diese Entwicklung wiegt schwer, da der ID. Buzz als emotionaler Türöffner für die Elektro-Offensive in Nordamerika geplant war.
Ruhe an der Personalfront
Positive Nachrichten kommen hingegen von der Tochter MAN. Das Management einigte sich mit der Arbeitnehmerseite auf den Abbau von 2.300 Arbeitsplätzen in Deutschland über die nächsten zehn Jahre. Der Kompromiss schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2035 aus und sichert Investitionen von fast einer Milliarde Euro zu. Marktbeobachter werten dies als wichtigen Schritt, um die Kostenbasis zu senken, ohne kurzfristige Arbeitskämpfe zu riskieren.
Charttechnik und Analysten
Die Aktie notiert aktuell bei 102,90 Euro und spiegelt die Unsicherheit wider. Mit einem RSI von 27,8 ist das Papier technisch überverkauft, was kurzfristig auf eine Gegenbewegung hindeuten könnte. Die Bank of America stützt diese Sichtweise und bestätigte heute ihre Kaufempfehlung mit Verweis auf einen starken Modellzyklus für 2026. Bernstein Research bleibt dagegen vorsichtiger und bewertet den Titel lediglich mit "Market-Perform". Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 3,20 Prozent.
Fazit
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den 10. März 2026. Bei der Vorlage der vollständigen Jahresergebnisse muss das Management darlegen, wie die Lücke im US-Geschäft geschlossen werden soll. Entscheidend wird sein, ob die Kostensenkungen bei MAN und anderen Töchtern schnell genug greifen, um die teuren Anlaufschwierigkeiten im US-Elektrogeschäft zu kompensieren.
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