Die Privatbank Berenberg hebt das Kursziel für Volkswagen deutlich von 113 auf 118 Euro an und bekräftigt ihre Kaufempfehlung. Analyst Romain Gourvil sieht die Wolfsburger trotz schwächelnder Absatzzahlen bei den Premiumtöchtern auf gutem Kurs – vor allem dank Fortschritten in der Kernmarke.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

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  • Neues Kursziel: 118 Euro (zuvor 113 Euro)
  • Rating: "Buy" bestätigt
  • Upside-Potenzial: rund 23 Prozent zum aktuellen Kurs
  • Begründung: Gute operative Fortschritte, weniger Preisdruck im Massenmarkt

Warum die Analysten optimistisch bleiben

Berenberg erwartet für 2026 steigende Gewinne bei europäischen Autokonzernen. Volkswagen profitiere dabei von seiner Positionierung: Im Gegensatz zu Premiumherstellern, die in China massiv unter Druck stehen, sieht die Bank im Einstiegssegment Spielraum für vernünftigere Preisgestaltung. Die Wolfsburger seien daher weniger anfällig für aggressive Preiskämpfe mit chinesischen Wettbewerbern wie BYD.

Der Clou: Während China-Risiken eine Neubewertung der Aktie zunächst bremsen könnten, gewinne das Momentum neuer Produkte an Fahrt. Die Kernmarke VW mache anhaltend Fortschritte – ein entscheidender Faktor für die mittelfristige Entwicklung.

Gemischte Signale aus den Konzernsparten

Die Absatzzahlen der Premiumtöchter zeichnen ein zwiespältiges Bild. Porsche lieferte 2025 weltweit 10 Prozent weniger Fahrzeuge aus – nur noch 279.449 Einheiten. Besonders drastisch der Einbruch in China: Minus 26 Prozent auf 41.938 Fahrzeuge. Nordamerika blieb mit 86.229 Auslieferungen hingegen stabil und ist weiterhin der größte Einzelmarkt.

Audi verfehlte sein Jahresziel von 1,65 bis 1,75 Millionen Fahrzeugen deutlich. Die Premium-Tochter kam nur auf 1,62 Millionen Auslieferungen – ein Minus von 2,9 Prozent. Belastend wirkten US-Zölle (Nordamerika-Absatz minus 12,2 Prozent) und die intensive Konkurrenz heimischer Hersteller in China (minus 5 Prozent).

Lichtblick Elektromobilität

Einen positiven Akzent setzt Audi bei E-Fahrzeugen: Die Auslieferungen vollelektrischer Modelle sprangen um 36 Prozent auf 223.000 Einheiten. Noch dynamischer entwickelten sich die Bestellungen mit einem Plus von 58 Prozent. Ein Signal, dass die Elektrostrategie zumindest bei den Kunden verfängt.

Konzernstrategie: Fokus auf Heimatmarkt

CEO Oliver Blume hatte im Dezember 2025 die Investitionsplanung angepasst. Statt 180 Milliarden Euro will der Konzern bis 2030 nun 160 Milliarden Euro ausgeben – mit verstärktem Fokus auf Deutschland und Europa. Konzernweit verkaufte Volkswagen 2025 weltweit 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr.

Von 21 Analysten, die Volkswagen beobachten, liegt das durchschnittliche Kursziel bei rund 115 Euro. Berenberg positioniert sich mit 118 Euro am oberen Ende dieser Spanne – und setzt damit auf eine Erholung, die vor allem aus der operativen Stärke der Kernmarke kommen soll.

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