Voestalpine Aktie: Neues Hoch
Voestalpine verbindet einen Rekordauftrag mit Rückenwind aus Brüssel: Der Konzern meldet das größte Hochregallager-Projekt seiner Geschichte, profitiert vom neuen CO₂-Grenzausgleich der EU und hat die Aktie auf ein frisches 3-Jahres-Hoch geschoben. Wie stabil ist dieser Aufwärtstrend?
Rekordauftrag in Istanbul
Am 15. Januar hat Voestalpine den größten Auftrag im Segment Hochregallagersysteme der Unternehmensgeschichte bekannt gegeben. Für einen türkischen Logistikdienstleister entsteht in Istanbul ein neuer Logistikhub für Sportartikel.
Der Auftrag hat ein Volumen von rund 41 Mio. EUR und umfasst ein automatisiertes Hochregallager sowie ein zusätzliches Kleinteilelager (Miniload). Die Fertigstellung ist für April 2027 geplant.
Die Dimensionen des Projekts unterstreichen die Größenordnung:
- Höhe: knapp 40 Meter
- Länge: 222 Meter
- Breite: 86 Meter
Das Projekt zählt laut Unternehmen zu den größten und leistungsfähigsten Lagerlösungen in der Region Istanbul.
Aktie auf 3-Jahres-Hoch
Am 23. Januar markierte die Voestalpine-Aktie laut boerse.de mit 39,92 EUR ein neues 3-Jahres-Hoch. Der Titel befindet sich seit dem 14. April 2025 in einem langfristigen Aufwärtstrend.
Wichtige Treiber sind neben operativen Fortschritten auch die veränderten Rahmenbedingungen im europäischen Stahlmarkt.
CBAM stärkt Wettbewerbsposition
Seit dem 1. Januar 2026 ist der EU Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) vollständig in Kraft. Importeuren von Stahl und anderen emissionsintensiven Produkten entstehen dadurch zusätzliche Kosten, weil sie CO₂-Zertifikate zu europäischen Preisniveaus erwerben müssen.
Für Voestalpine ergibt sich daraus ein struktureller Vorteil:
- Stahlimporte aus Regionen wie China und der Türkei werden teurer
- europäische Produzenten erhalten einen relativen Kostenvorteil
- der Wettbewerbsdruck durch billige Importe nimmt ab
CBAM wirkt damit als wichtiger Rahmenfaktor, der die Position europäischer Anbieter stärkt und die positive Kursentwicklung der Aktie mitträgt.
Halbjahreszahlen 2025/26: Stabil und schuldenärmer
Die im November veröffentlichten Zahlen zum ersten Halbjahr 2025/26 zeichnen ein Bild solider Entwicklung bei leicht rückläufigem Umsatz.
Wesentliche Kennzahlen H1 2025/26 vs. H1 2024/25:
- Umsatz: 7,6 Mrd. EUR (vorher 8,0 Mrd. EUR; –5,6 %)
- EBITDA: 722 Mio. EUR (vorher 718 Mio. EUR; +0,6 %)
- EBIT: 345 Mio. EUR (vorher 339 Mio. EUR; +2,0 %)
- Ergebnis nach Steuern: 199 Mio. EUR (vorher 183 Mio. EUR; +8,6 %)
Trotz rückläufigem Umsatz konnte Voestalpine Ergebnis und Marge leicht verbessern. Besonders deutlich fällt die Entwicklung im Cashflow und bei der Verschuldung aus:
- Operativer Cashflow: 783 Mio. EUR, mehr als verdoppelt gegenüber dem Vorjahr
- Nettofinanzverschuldung: 1,5 Mrd. EUR, niedrigster Stand seit fast 20 Jahren
- Gearing Ratio: Rückgang auf 19,5 %
Die Bilanzkennzahlen signalisieren eine deutlich stärkere Finanzposition als in der Vergangenheit.
Prognose und Termine im Fokus
Der Vorstand hat die EBITDA-Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 bestätigt. Erwartet wird weiterhin eine Spanne von 1,40 bis 1,55 Mrd. EUR.
Parallel laufen Restrukturierungsprogramme in den Bereichen Automotive Components und High Performance Metals. Laut Management sollen diese Maßnahmen gegen Ende des Geschäftsjahres spürbare positive Effekte auf Ergebnis und Effizienz bringen.
Wichtige anstehende Termine sind:
- Veröffentlichung der Q3-Zahlen 2025/26 am 11. Februar
- Hauptversammlung am 1. Juli 2026
Mit dem Rekordauftrag im Logistikbereich, dem CBAM-bedingten Rückenwind und der gestärkten Bilanz verfügt Voestalpine aktuell über mehrere konkrete Treiber, an denen sich die weitere Kursentwicklung in den kommenden Monaten messen lassen wird.
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