Voestalpine Aktie: Gegen den Strom
Während der österreichische Leitindex ATX gestern mit einem Minus von 1,93 Prozent den höchsten Tagesverlust des Jahres verzeichnete, schwamm die Voestalpine-Aktie klar gegen den Strom. Der Linzer Stahl- und Technologiekonzern legte 1,30 Prozent zu und schloss bei 42,00 Euro – der stärkste Wert im Prime Market. Die Gegenbewegung kommt nicht von ungefähr: Ein Rekordauftrag aus der Türkei und strategische Portfoliobereinigungen stützen die Kursentwicklung.
Rekordauftrag und Portfolio-Straffung
Im Januar sicherte sich Voestalpine den größten Einzelauftrag seiner Geschichte im Bereich Lagerlogistik. Für ein Projekt in Istanbul liefert der Konzern Hochregallagersysteme im Wert von 41 Millionen Euro.
Parallel dazu treibt das Management die Fokussierung auf das Kerngeschäft voran. Ende Januar wurde der Verkauf der Tochtergesellschaft BÖHLER Profil an das US-Unternehmen Kadant Inc. vertraglich besiegelt. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
EU-Importquoten als Kurstreiber?
Ein regulatorischer Rückenwind könnte sich ab dem zweiten Quartal 2026 entfalten. Die EU plant Berichten zufolge, die zollfreien Importquoten für Stahl deutlich zu senken. Die aktuelle Regelung läuft zum 30. Juni aus. Eine Verknappung günstiger Importe würde etablierte europäische Produzenten begünstigen – Voestalpine könnte davon profitieren.
Gleichzeitig bleibt die Transformation zur CO2-armen Stahlproduktion eine zentrale Herausforderung. CEO Herbert Eibensteiner warnte bereits im Januar vor einer möglichen Industrieabwanderung, sollten Reformen bei den CO2-Zertifikaten ausbleiben.
Marktdaten im Überblick
Schlusskurs Wien: 42,00 EUR (+1,30 %)
Handelsvolumen: 801.436 Stück
ATX-Performance: -1,93 %
Die relative Stärke der Aktie zeigt sich auch an deutschen Handelsplätzen. Auf Xetra schloss der Titel bei 41,68 Euro, auf Tradegate wurden am Abend noch Kurse um 41,74 Euro gestellt.
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Voestalpine-Aktie ihre Outperformance halten kann – insbesondere wenn die EU-Kommission im zweiten Quartal konkrete Pläne zu den Importquoten vorlegt.
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