Barrick Aktie: Neue Richtung
Barrick stellt an diesem Freitag die Weichen neu – und zwar gleich an mehreren Stellen. Ein fester CEO, eine geplante Abspaltung per Börsengang und eine deutlich höhere Dividende sollen zeigen, wie der Minenkonzern seine starke Cash-Position nutzen will. Doch warum reagiert der Markt trotz Rekordzahlen nervös?
Rekordjahr liefert das Geld
Mit den Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 hat Barrick operativ deutlich zugelegt. Der Umsatz sprang im Schlussquartal auf 6,00 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 45% gegenüber dem Vorquartal. Beim Gewinn je Aktie legte das Unternehmen ebenfalls kräftig zu: 1,43 US-Dollar (+88% vs. Q3), bereinigt waren es 1,04 US-Dollar – und damit mehr als Analysten erwartet hatten (rund 0,87 bis 0,90 US-Dollar).
Der entscheidende Treiber dahinter: der freie Cashflow. Im vierten Quartal kamen 1,62 Mrd. US-Dollar zusammen, im Gesamtjahr 3,9 Mrd. US-Dollar – ein Anstieg um 194% gegenüber dem Vorjahr. Genau dieser Geldzufluss ist die Basis für die nächsten Schritte.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Q4-Umsatz: 6,00 Mrd. US-Dollar (+45% ggü. Q3)
- Q4-Gewinn je Aktie: 1,43 US-Dollar (+88% ggü. Q3)
- Bereinigter Gewinn je Aktie: 1,04 US-Dollar (über Erwartung)
- Free Cashflow 2025: 3,9 Mrd. US-Dollar (+194% YoY)
Dividende rauf – und die Regeln ändern sich
Aktionäre profitieren kurzfristig am direktesten: Barrick kündigte für das vierte Quartal eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie an. Das ist ein Plus von 140% gegenüber dem Vorquartal. Auszahlungstermin ist der 16. März 2026, maßgeblich ist der 27. Februar 2026 als Record Date.
Noch wichtiger als die einzelne Ausschüttung ist aber der Systemwechsel: Der Vorstand führt eine neue Dividendenpolitik ein, die künftig 50% des zurechenbaren freien Cashflows an die Anteilseigner zurückführen soll. Damit ersetzt Barrick die bisherige Struktur und koppelt die Ausschüttungen deutlich enger an die Cash-Entwicklung.
IPO-Pläne und neuer CEO – aber vorsichtigere Prognose
Strategisch plant Barrick einen größeren Umbau: Die Vorbereitungen für einen Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets sind offiziell genehmigt. Die neue Einheit („NewCo“) soll laut Unternehmen Beteiligungen an Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo und dem Fourmile-Projekt bündeln. Der IPO ist für Ende 2026 angepeilt, Barrick will dabei eine klare Mehrheit behalten; im Gespräch ist zunächst ein Börsenfloat von etwa 10% bis 15%.
Auch die Führungsfrage ist geklärt: Mark Hill wurde am 5. Februar 2026 zum permanenten President und CEO ernannt, nachdem er seit September 2025 interimistisch geführt hatte.
Warum also schwankte die Reaktion am Markt trotz der starken Zahlen? Ein Punkt sticht heraus: der Ausblick. Für 2026 erwartet Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen – leicht unter den 3,26 Mio. Unzen aus 2025. Genau diese etwas niedrigere Produktionsprognose stand in der Wahrnehmung offenbar im direkten Wettbewerb zur üppigen Dividendenanhebung.
Bei der Aktie zeigt sich der Druck kurzfristig auch im Chartbild: Der Schlusskurs von gestern lag bei 37,26 €, zudem signalisiert ein RSI von 28,4 eine deutlich überverkaufte Situation nach der jüngsten Schwächephase.
Unterm Strich kombiniert Barrick starke Cashflows und höhere Ausschüttungen mit einem Umbau Richtung „NewCo“ – während der 2026er-Ausblick gleichzeitig etwas defensiver ausfällt. Die nächste konkrete Wegmarke ist bereits gesetzt: Am 27. Februar 2026 wird klar, wer für die neue Quartalsdividende anspruchsberechtigt ist, bevor die Auszahlung am 16. März 2026 folgt.
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