Voestalpine räumt in der High Performance Metals Division weiter auf – und zieht mit dem Verkauf der Tochter BÖHLER Profil einen zentralen Schritt der Restrukturierung durch. Parallel meldet der Konzern einen Rekordauftrag im Anlagenbereich und hält trotz der Veräußerung an seiner Ergebnisprognose fest. Was heißt das konkret: Geht es hier nur um „Aufräumen“ – oder steckt auch operativer Rückenwind dahinter?

  • Deal: Verkauf von BÖHLER Profil an Kadant Inc. (Vertrag gestern unterzeichnet)
  • BÖHLER Profil: Umsatz 51,5 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2024/25), rund 150 Mitarbeitende
  • Ausblick bestätigt: EBITDA 1,40 bis 1,55 Mrd. Euro für 2025/26
  • Nächster Termin: Q3-Zahlen am 11. Februar

Verkauf: Abschluss der Restrukturierung

Gestern hat Voestalpine den Vertrag zum Verkauf der voestalpine BÖHLER Profil an das US-Industrieunternehmen Kadant Inc. unterzeichnet. Der Abschluss steht noch unter behördlichen Genehmigungen und wird bis Ende des Geschäftsjahres 2025/26 erwartet. Die rund 150 Beschäftigten sollen weiterhin im Unternehmen tätig sein.

Der Konzern ordnet den Schritt klar als Teil der Neuorganisation ein: BÖHLER Profil passe wegen Struktur, Vertriebskanälen und Prozessen nicht mehr zum strategischen Kerngeschäft der Division. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte die Gesellschaft 51,5 Millionen Euro Umsatz.

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Mit dem Verkauf sieht Voestalpine die Portfoliobereinigung innerhalb der High Performance Metals Division im Wesentlichen abgeschlossen. Zuvor hatte der Konzern bereits Buderus Edelstahl (Wetzlar) veräußert und Kapazitäten bei voestalpine BÖHLER Bleche (Mürzzuschlag) angepasst.

Rekordauftrag liefert Gegenpol

Während auf der Portfoliowand aufgeräumt wird, kommt aus einem anderen Bereich Wachstum: Bereits am 15. Januar meldete Voestalpine den historisch größten Auftrag im Geschäft mit Hochregallagersystemen – mit einem Volumen von rund 41 Millionen Euro.

Für einen türkischen Logistikdienstleister entsteht in Istanbul ein Logistikhub für Sportartikel. Das geplante Hochregallager erreicht fast 40 Meter Höhe und misst 222 Meter Länge sowie 86 Meter Breite. Die Fertigstellung ist für April 2027 vorgesehen.

Ausblick bleibt stehen – Q3-Zahlen folgen

Trotz des Verkaufs bestätigt Voestalpine den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 und erwartet ein EBITDA zwischen 1,40 und 1,55 Milliarden Euro. Mehr Details zur operativen Entwicklung liefert der Konzern mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal am 11. Februar.

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