Voestalpine Aktie: Portfoliobereinigung abgeschlossen
Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine verkauft seine Spezialprofil-Tochter Böhler Profil an den US-Industriekonzern Kadant Inc. Mit der gestern unterzeichneten Transaktion schließt das Unternehmen die strategische Neuausrichtung seiner High Performance Metals Division weitgehend ab. Die rund 150 Mitarbeiter am Standort Bruckbach in Niederösterreich gehen zum neuen Eigentümer über.
Die Fakten im Überblick
- Verkaufsobjekt: Böhler Profil – führender Hersteller von Profilen für Industriemesser
- Umsatz 2024/25: 51,5 Millionen Euro
- Käufer: Kadant Inc., globaler Anbieter von Technologien für nachhaltige Industrieprozesse mit 3.900 Mitarbeitern in 22 Ländern
- Abschluss: Bis Ende März 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen
- Investitionen: 23 Millionen Euro flossen in den vergangenen 15 Jahren in den Standort
Konsequente Fokussierung auf Kerngeschäft
Die Veräußerung ist Teil einer umfassenden Restrukturierung. Voestalpine begründet den Schritt mit der veränderten strategischen Ausrichtung: Böhler Profil passe aufgrund seiner Struktur, Vertriebskanäle und Prozesse nicht mehr ins Kerngeschäft der High Performance Metals Division.
Bereits zuvor hatte der Konzern Buderus Edelstahl in Wetzlar verkauft, Standorte außerhalb Österreichs konsolidiert und Kapazitäten bei Böhler Bleche in Mürzzuschlag angepasst. Die High Performance Metals Division erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro bei einem EBITDA von 83 Millionen Euro. 55 Prozent der Erlöse entfallen auf Märkte außerhalb Europas.
Jahresprognose bestätigt
Trotz des Verkaufs hält der Vorstand an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 fest: Das EBITDA soll zwischen 1,40 und 1,55 Milliarden Euro liegen. Diese Einschätzung berücksichtigt bereits die negativen Effekte der US-Zollmaßnahmen. Im ersten Halbjahr erreichte der Konzern bei 7,6 Milliarden Euro Umsatz ein EBITDA von 722 Millionen Euro.
Das operative Umfeld bleibt herausfordernd. Während Eisenbahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik stark nachgefragt werden, stagnieren Maschinenbau, Bau und Konsumgüter auf niedrigem Niveau. In der Automobilsparte zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Komponenten leiden unter der schwachen Produktion in Deutschland, hochwertige Stahlbleche bleiben hingegen gefragt. Mit dem Closing bis Ende März 2026 setzt Voestalpine den eingeschlagenen Konsolidierungskurs planmäßig fort.
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