Verve Aktie: Auf Erholungskurs
Verve zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung nach einem umfangreichen Konzernumbau. Refinanzierung, Plattformintegration und Einsparungen werden vom Markt als zentrale Treiber wahrgenommen. Reicht das für eine nachhaltige Trendwende?
Warum der Kurs wieder Tritt fasst
Die jüngste positive Kursdynamik ist eng mit der abgeschlossenen Refinanzierung verknüpft. Verve hat hochverzinsliche Verbindlichkeiten durch eine neue unbesicherte Senior-Anleihe in Höhe von 500 Mio. € ersetzt. Das reduziert die jährlichen Zinsaufwendungen nach Unternehmensangaben um rund 12,5 Mio. € und eliminiert kurzfristige Rückzahlungsrisiken durch die Ablösung von Fälligkeiten 2026/2027.
Wesentliche Eckpunkte der Schuldenoptimierung:
- Neue variabel verzinste Anleihe: 3‑Monats‑EURIBOR + 4,00%.
- Reduzierte Zinslast um etwa 12,5 Mio. € p.a.
- Geplante Personalaufwandsreduktion von rund 8 Mio. €, Wirkung im laufenden Geschäftsjahr.
Diese Maßnahmen entlasten die Liquidität und verringern Refinanzierungsrisiken — ein klares Gegenargument zur Volatilität der zweiten Jahreshälfte 2025.
Plattformintegration und operative Effekte
Als weiterer Treiber gilt die im Spätherbst 2025 abgeschlossene Zusammenführung der Mobile‑In‑App‑SSP- und DSP‑Plattformen. Die Synergieeffekte sollen schnellere Kunden-Onboardings und eine verbesserte KI‑gesteuerte Auslieferung ermöglichen. Im dritten Quartal 2025 meldete Verve einen Umsatzanstieg um 25 % auf 141,9 Mio. €, wobei Teile des Anstiegs auf IFRS‑15‑Effekte zurückzuführen sind.
Wichtig für die Bewertung ist zudem, dass einmalige Integrationskosten, die das bereinigte EBITDA zuletzt belasteten, größtenteils abgeflossen sind. Das bereinigte EBITDA lag zuletzt bei 26,1 Mio. €, was vom Markt als Ergebnis einer investitionsgetriebenen Delle interpretiert wird — also als Ausgabe mit Erwartung künftiger Profitabilitätsgewinne.
Anmerkung zu Kurs und technischer Lage: Die Aktie schloss am Freitag bei 1,79 €; auf zwölf Monate gesehen liegt sie rund 44 % im Minus und deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch.
Ausblick bis zum Quartalsbericht
Das Management sieht für das zweite Halbjahr 2026 einen möglichen Aufschwung durch das höhere Werbeaufkommen rund um die US‑Midterm‑Elections. Zudem soll freier Cashflow zur Schuldentilgung und zum organischen Ausbau, etwa durch aufgestockte Vertriebsteams, genutzt werden. Der erste umfassende Blick auf die Performance nach der Plattform‑Vereinigung liefert der Zwischenbericht für Q4 2025 am 19. Februar 2026.
Konkrete Signale, die Anleger beachten sollten:
- Fortschreitende Marge im bereinigten EBITDA (Zeichen für sinkende Integrationskosten).
- Entwicklung des freien Cashflows und dessen Verwendung für Schuldenabbau.
- Umsatzwirkung der Vertriebserweiterung in den ersten Monaten 2026.
Fazit: Die finanziellen und operativen Maßnahmen begründen eine plausible Erholung, ihr Erfolg hängt jedoch von der Umsetzung und den kommenden Quartalszahlen ab. Der Bericht am 19. Februar wird entscheidend, um zu beurteilen, ob die gegenwärtige Stabilisierung in nachhaltiges Wachstum überführt werden kann.
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