Vor wenigen Tagen kündigte der Verbund sinkende Strompreise ab März an. Damit im Hinterkopf dürfte es nicht verwundern, dass die zukünftigen Ausbaupläne auch Kostenfaktoren berücksichtigen. Ausgebaut werden soll die Stromerzeugung per Photovoltaik und Windkraft, und das im ganz großen Stil. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Verbund ein Viertel seiner gesamten Stromerzeugung auf diesem Wege erreichen.

Damit das klappen kann, muss schon heute am Ausbau gearbeitet werden. Unterstützung dafür sicherte der Verbund sich beim deutschen Turbinenhersteller Nordex, der bis 2030 bis zu 105 Onshore-Windturbinen für künftige Projekte in den Kernmärkten Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Albanien und Rumänien liefern soll. Abgedeckt ist damit etwa die Hälfte der aktuellen Windpark-Pläne, wie "finanzen.ch" zu berichten weiß.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Verbund?

Verbund: Investitionsfreudig

Wie viel sich der Verbund die Anschaffung für die Tochter Verbund Green Power kosten lässt, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen. Je nach Leistung zahlten Kunden von Nordex in der Vergangenheit zwischen 4,1 und 6,2 Millionen Euro für eine einzelne Turbine. Es darf also davon ausgegangen werden, dass der Auftragswert sich im mittleren dreistelligen Millionenbereich befindet. Das ist nicht wenig, wird aber über fünf Jahre gestreckt und ist zudem als notwendige Zukunftsinvestition anzusehen.

Letztlich reagieren die Anleger recht unaufgeregt und mit Kursabschlägen von 0,8 Prozent folgt die Verbund-Aktie am Montagmorgen weitgehend dem aktuellen Markttrend. Neue Zollandrohungen seitens der USA sind das beherrschende Thema. Österreich ist davon nicht betroffen, doch nachdem Bundeskanzler Christian Stocker Dänemark und Grönland "volle Solidarität" zugesichert hat, ist ein wenig fraglich, wie lange es dabei bleiben wird.

Verstimmungen an den Märkten

Der Verbund selbst hat diesbezüglich nicht allzu viel zu befürchten. Im Falle einer Eskalationsspirale würden aber sehr wahrscheinlich sowohl die US-Wirtschaft als auch die hiesige Konjunktur schweren Schaden nehmen, was im ungünstigsten Fall in eine sinkende Energienachfrage mündet und damit mittelbar auch beim Verbund für spürbare Folgen sorgen könnte. Mit Panik ist aktuell niemandem geholfen. Doch lässt sich nicht leugnen, dass die jüngsten Entwicklungen den Märkten insgesamt schwer zusetzen.

Verbund-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Verbund-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Verbund-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Verbund-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Verbund: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...