Valneva Aktie: Umbau in vollem Gang
Chikungunya raus, Lyme und Shigella rein — Valneva hat mit seinen geprüften Jahreszahlen für 2025 einen Portfolioumbau dokumentiert, der so konsequent wie riskant ist. Während das Unternehmen einen Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro auswies, richtet es seinen Blick bereits auf zwei klinische Datenpunkte, die 2026 alles verändern könnten.
IXCHIQ®: Rückzug mit Ansage
Der US-Abgang des Chikungunya-Impfstoffs IXCHIQ® war der markanteste Einschnitt des Jahres. Nachdem die FDA die Lizenz im August 2025 ausgesetzt hatte — begründet mit einem Todesfall durch Enzephalitis und mehr als 20 schwerwiegenden Nebenwirkungen — zog Valneva den Zulassungsantrag freiwillig zurück. Ein Produkt, das erst im November 2023 als erster US-zugelassener Chikungunya-Impfstoff gefeiert worden war, verlässt damit den größten Pharmamarkt der Welt.
Aufgegeben ist IXCHIQ® damit nicht. In Europa, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Brasilien bleibt der Impfstoff zugelassen, und Valneva will das Engagement in diesen Märkten fortsetzen. Dass der Rückzug aus den USA dennoch Spuren hinterlässt, zeigt der Einbruch der Drittanbieter-Umsätze um 42 Prozent auf 19,2 Millionen Euro — ein planmäßiger, aber spürbarer Effekt.
Auf der Gegenseite entwickelte sich IXIARO®/JESPECT® dank gestiegener Reisenachfrage und eines neuen Vertrags mit dem US-Verteidigungsministerium erfreulich. Das stabilisierte die Gesamterlöse auf 174,7 Millionen Euro.
Zwei Pipeline-Entscheidungen im Blick
Der eigentliche Kurstreiber für 2026 liegt nicht in den Jahreszahlen, sondern in der klinischen Pipeline. Im ersten Halbjahr werden erste Phase-3-Daten für VLA15 erwartet — den Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten, den Valneva gemeinsam mit Pfizer entwickelt. Lyme-Borreliose betrifft allein in den USA rund 476.000 Menschen jährlich, ein zugelassener Impfstoff existiert bislang nicht. Fallen die Daten positiv aus, würde Pfizer die regulatorischen Einreichungen übernehmen — und Valneva wäre am Ziel eines vierten kommerziell vermarkteten Impfstoffs.
Zur Jahresmitte folgen erste Phase-2-Daten für S4V2, den tetravalenten Shigella-Kandidaten, den Valneva als klinisch am weitesten fortgeschrittenen weltweit bezeichnet. Eine Entscheidung über die weiteren Entwicklungsschritte ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt.
Finanziell bleibt das Unternehmen handlungsfähig: Mit einem Kassenbestand von 109,7 Millionen Euro, einem um 21 Prozent gesenkten operativen Cash-Burn und refinanzierten Schulden ist die Basis für die kommenden Monate gelegt. Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 155 bis 170 Millionen Euro — ein bewusst eingepreister leichter Rückgang, der das Auslaufen des Drittanbieter-Hauptvertrags widerspiegelt.
Beide Pipeline-Readouts im ersten und zweiten Halbjahr 2026 werden zeigen, ob Valnevas Portfolioumbau aufgeht — oder ob das Unternehmen ohne IXCHIQ® im US-Markt und mit noch unbestätigten Kandidaten neu priorisieren muss.
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