Der französisch-österreichische Impfstoffentwickler Valneva steht vor einem entscheidenden Moment. Nachdem der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ Mitte Januar aus dem US-Markt zurückgezogen werden musste, hängt die gesamte Investment-These nun an einem einzigen Projekt: dem Borreliose-Impfstoff VLA15. Die Ergebnisse der Phase-3-Studie werden für das erste Halbjahr 2026 erwartet – ein binärer Moment für das Unternehmen und seine Aktionäre.

Charttechnischer Bruch unterstreicht Unsicherheit

Zum Handelsschluss am Freitag rutschte die Aktie auf 3,89 Euro und durchbrach damit die 50-Tage-Linie nach unten. Das technische Signal spiegelt die fundamentale Unsicherheit wider, die seit dem IXCHIQ-Rückzug herrscht.

Die Eckdaten im Überblick:

  • Aktie durchbrach am Freitag die 50-Tage-Linie bei 3,89 Euro
  • Wochenminus von über 5 Prozent
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 25 Prozent
  • RSI (14 Tage) zeigt mit 18,9 stark überverkauftes Territorium

Die hohe Volatilität von annualisiert 94 Prozent verdeutlicht die nervöse Grundstimmung der Marktteilnehmer. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von knapp 6 Prozent bietet kaum Orientierung in der aktuellen Lage.

IXCHIQ-Debakel belastet nachhaltig

Der Rückzug vom US-Markt am 19. Januar war mehr als nur ein operativer Rückschlag. Die FDA hatte die Lizenz bereits im August 2025 wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Valneva zog daraufhin die Zulassungsanträge freiwillig zurück und konzentriert sich nun auf Europa, Kanada und Brasilien.

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Der Wegfall des lukrativen US-Marktes zwingt Analysten zu einer kompletten Neubewertung der kurzfristigen Ertragsperspektiven. In den ersten neun Monaten 2025 erzielte das Unternehmen 127 Millionen Euro Umsatz – eine Größenordnung, die ohne US-Geschäft für IXCHIQ kaum signifikant wachsen dürfte.

Pfizer-Partnerschaft als letzter Trumpf

VLA15 ist weltweit der einzige fortgeschrittene Impfstoffkandidat gegen Lyme-Borreliose in der klinischen Entwicklung. Die gemeinsam mit Pfizer durchgeführte Phase-3-Studie "VALOR" könnte bei Erfolg den Weg für Zulassungen in den USA und Europa ebnen.

Positive Daten würden nicht nur das Vertrauen in Valnevas Technologieplattform wiederherstellen, sondern auch die Grundlage für eine kommerzielle Zusammenarbeit mit einem der größten Pharmakonzerne der Welt schaffen. Negative Ergebnisse hingegen würden das Portfolio dramatisch schwächen und die Finanzierungsfrage verschärfen.

Die nächsten Monate werden zeigen, ob Valneva die selbst auferlegte Abhängigkeit von einem einzigen Projekt in eine Erfolgsstory verwandeln kann. Die VALOR-Daten im ersten Halbjahr 2026 werden diese Frage beantworten.

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