Valneva sucht kurz vor einem möglichen Schlüsseltermin gezielt das Gespräch mit Investoren. Heute tritt das Unternehmen beim Jefferies Biotech Summit in Miami auf – und die Roadshow wirkt zeitlich alles andere als zufällig. Denn in der ersten Jahreshälfte 2026 sollen die finalen Phase-3-Daten zum Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 kommen.

Roadshow vor dem möglichen Wendepunkt

Der Auftritt in Miami ist Teil einer Konferenzserie mit Fokus auf institutionelle Investoren. Bereits am 4. März stand Valneva auf der TD Cowen Health Care Conference in Boston, als nächste Station ist eine Van-Lanschot-Kempen-Veranstaltung in Amsterdam genannt. CEO Thomas Lingelbach und CFO Peter Buhler führen die Gespräche persönlich.

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Der Hintergrund: Partner Pfizer will die finalen Ergebnisse der Phase-3-Studie zu VLA15 in der ersten Jahreshälfte 2026 veröffentlichen. Valneva positioniert sich damit sichtbar vor einem Ereignis, das die Wahrnehmung des Unternehmens am Kapitalmarkt prägen dürfte.

VLA15 im Fokus – und fast allein auf weiter Flur

Im Zentrum steht klar ein Programm: VLA15 gilt als einziger Borreliose-Impfstoffkandidat weltweit in fortgeschrittener klinischer Entwicklung. Die Phase-3-Studie VALOR umfasst 9.437 Teilnehmer ab fünf Jahren.

Der Kandidat zielt auf das äußere Oberflächenprotein A (OspA) von Borrelia burgdorferi und deckt laut Unternehmen die sechs häufigsten Serotypen in Nordamerika und Europa ab. Der Ansatz: Die Bakterien sollen blockiert werden, bevor sie von der Zecke auf den Menschen übergehen. Sollte das Studienprogramm überzeugen, plant Pfizer noch 2026 regulatorische Einreichungen. Ein Marktstart wird im Artikel für Herbst 2027 skizziert – mit Blick auf die Zeckensaison 2028.

Kann Valneva damit vom soliden Impfstoffanbieter zum deutlich größeren Partnerprojekt mit spürbaren Einnahmen aus der Pfizer-Kooperation aufschließen? Genau darum drehen sich die kommenden Monate.

Zahlen, Cash und der nächste Termin im März

Operativ meldete Valneva für 2025 Gesamterlöse von 174,7 Mio. Euro, davon 157,9 Mio. Euro Produktumsätze. Für 2026 stellt das Management jedoch einen Rückgang auf 155 bis 170 Mio. Euro in Aussicht – begründet mit dem geplanten Auslaufen von Verkäufen für Drittanbieter.

Die Liquidität lag Ende 2025 bei 109,7 Mio. Euro (nach 168,3 Mio. Euro im Vorjahr). An der Börse zeigt sich der Titel zuletzt schwächer: Heute notiert die Aktie bei 4,39 Euro und damit 3,98% tiefer als am Freitag.

Konkret terminiert ist zudem das nächste Update: Die finalen geprüften Ergebnisse für 2025 will Valneva am 19. März 2026 veröffentlichen. Dazu kommt eine formale Personalie mit Signalwirkung: Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von CEO Lingelbach um drei Jahre, die Zustimmung der Hauptversammlung 2026 steht laut Text noch aus.

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